„Wir bereiten uns auf ein sehr intensives Spiel vor, dass in einigen Phasen der Partie sehr hektisch ablaufen wird. Wir werden eine unglaubliche mentale Stärke an den Tag legen müssen“, lag U23-Trainer Sören Weinfurtner vor dem Derby gegen den 1. FC Gievenbeck mit seinem Bauchgefühl richtig und erlebte an der Seitenlinie ein „emotionales und rassiges Duell“ im Gievenbecker Sportpark, das nach dem Schlusspfiff jedoch keinen Sieger hervorbrachte.

„Es war nicht immer hochklassig, aber für die Zuschauer sicherlich sehr unterhaltsam“, fasste Weinfurtner das Kräftemessen zwischen dem Oberligaabsteiger und den Adlerträgern kurz zusammen und bedankte sich besonders bei seinem Schlussmann Stephan Tantow. Nach sieben gespielten Minuten ertönte der Pfiff von Schiedsrichter Marcel Brinkpeter, es gab Elfmeter für Gievenbeck und Nils Steinkamp brachte die Hausherren in Führung. Nur sechs Zeigerumdrehungen später zeigte der Unparteiische erneut auf den Punkt, doch dieses Mal behielt Tantow die Oberhand und parierte den zweiten Strafstoß erfolgreich. „Der erste Elfmeter war sehr fragwürdig, den Zweiten kann man geben. Aber Stephan hat uns immer wieder im Spiel gehalten und war am Sonntag ein überragender Rückhalt.“ röhe_gievenbeck                

Mit dem Gesamtauftritt seiner Schützlinge war U23-Coach Weinfurtner im ersten Spielabschnitt hingegen nicht so zufrieden: „Uns haben zu Beginn das Tempo, die Passgenauigkeit und die Präsenz auf dem Feld gefehlt. Über die Spielzeit sind wir aber besser in die Partie gekommen.“ Zum Ausgleich sollten die Jungs von der Hammer Straße dann im zweiten Durchgang kommen. Nach einer Ecke für Gievenbeck schalteten Henning Dirks und Michale Holt schnell um und bedienten Semih Daglar, der flach ins kurze Eck traf (56.).

Nach dem Ausgleichstreffer wurde das Aufeinandertreffen im Sportpark in Gievenbeck dann auch noch farbenfroh – leider zum Nachteil für die Weinfurtner-Elf. In der 78. Minute stieg Pascal Koopmann zum Kopfball hoch, traf seinen Gegenspieler ohne große Absicht mit dem Arm und sah dafür Gelb-Rot. Und auch Malte Grashoff wurde nur 60 Sekunden später frühzeitig unter die Dusche geschickt. Nach einem taktischen Foul zögerte der Schiedsrichter nicht und zeigte dem Mittelfeldspieler ebenfalls den Gelb-Roten Karton. „Wir haben mit zwei Mann in Unterzahl ordentlich verteidigt und das Ergebnis ist gerecht“, versuchte Weinfurtner mit seinen Schützlingen Kraft und Selbstvertrauen aus dem Unentschieden zu ziehen.

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