Die Adlerträger machen sich bereit zur Landung. Am morgigen Samstag (14 Uhr) bestreiten die Preußen ihr letztes Spiel der Saison und wetzen die Krallen danach, um bei den Königsblauen die 80-Punkte-Marke zu knacken. „Dann haben wir einen Zwei-Punkte-Schnitt über die ganze Saison hingelegt, das ist schon eine Ansage – auch fürs nächste Jahr“, will Fußballlehrer Sascha Hildmann die Anspannung auch vor dem letzten (Auswärts-)Spiel nicht runterfahren: „Das ist unser großes Ziel, das wollen wir erreichen!“ Um das zu erreichen braucht es bei der Knappenschmiede einen Sieg, aktuell steht der Sportclub bei 78 Zählern. Und ein Sieg würde obendrein auch den Titel Rückrundenmeister sichern. Ein Titel – zumindest auf dem Papier – ohne den ganz großen Wert, aber zugleich eine Leistung und der Beweis für eine Entwicklung, auf die jeder Preuße mächtig stolz sein kann.

„Wir haben in diesem Jahr viel erreicht“

„Wir haben in diesem Jahr schon sehr viel erreicht, gerade was die Ausbildung und Weiterentwicklung von jungen Spielern angeht. Ein Marcel Hoffmeier, Nicolai Remberg oder Dominik Klann sind beste Beispiele für diese Entwicklung. Auch ein Deniz Bindemann. Mit ihm haben wir als Trainerteam in den letzten Monaten viel gearbeitet, um ihn an diesen Punkt zu bringen“, blickt der Preußencoach stolz zurück. Stolz auf sich, vor allem aber auf seine Mannschaft, für die er viele lobende Worte findet: „Wir sind in dieser Saison über das Kollektiv gekommen, weil die Mentalität im Team stimmt. Der Charakter der Mannschaft ist einwandfrei und ein absoluter Erfolgsfaktor. Deswegen schauen wir auch bei jedem Neuzugang genau hin, dass er in die Mannschaft passt“, so der Coach, der weiter betont: „Unser Gerüst für den Kader steht, dazu haben wir die Neuzugänge Deters und Dahlke. Das ist ein großes Fund und ein Vorteil, gerade im Vergleich zum letzten Jahr.“

„Wir sind in dieser Saison über das Kollektiv gekommen, weil die Mentalität im Team stimmt. Der Charakter der Mannschaft ist einwandfrei und ein absoluter Erfolgsfaktor. Deswegen schauen wir auch bei jedem Neuzugang genau hin, dass er in die Mannschaft passt […] Unser Gerüst für den Kader steht, dazu haben wir die Neuzugänge Deters und Dahlke. Das ist ein großes Fund und ein Vorteil, gerade im Vergleich zum letzten Jahr.“

Trainer Sascha Hildmann

Bevor sich die Gedanken aber vollends auf die nächste Saison und den Urlaub richten, warten aber nochmal 90 Minuten und ein letztes Ziel für diese Spielzeit. Und die Schalker kennen die Adlerträger bestens. Im Dezember trafen beide Teams in der Liga aufeinander, im Januar gab es in einem Testspiel das Wiedersehen. Jetzt, knapp fünf Monate später, folgt also schon das dritte Duell diese Saison. Dabei ist auch für die Schalker, die mit 54 Punkten auf Rang elf liegen, alles geklärt. Höchstens ein paar Plätze könnten sie noch klettern. „Morgen werden uns aber leider ein paar Spieler fehlen, die ihre Blessuren aus den letzten Wochen merken. Dennis Daube, Alexander Langlitz, Marcel Hoffmeier und Max Schulze Niehues werden fehlen. Wir wollen da aber auch ganz bewusst gar nichts mehr riskieren.“

„Preußen lebt!“

Wenn die letzten 90 Minuten dann geschafft sind, heißt es vor allem eins: Beine hochlegen und den Kopf nach dem Marathon-Programm der letzten Monate freibekommen. Weit über 50 Spiele – Test-, Pokal- und Ligaspiele eingeschlossen – standen seit August auf dem Programm, oft in engster Taktung in englischen Wochen. „Die Jungs sollen dann erstmal 14 Tage gar nichts machen, runterfahren und auch mal nicht an Fußball denken. Das wird einigen aber schwer fallen, das weiß ich. Wenn du aber durchgehend im Tunnel bist, hilft es sehr, auch mal etwas Abstand zu gewinnen und dann mit neuer Energie an die bevorstehenden Aufgaben zu gehen. Und für die weitere Zeit bis zum Vorbereitungsstart bekommen die Jungs dann ihre Pläne von Athletiktrainer Tim Geidies“, erzählt Sascha Hildmann, der schöne Abschlussworte für die letzte Pressekonferenz fand: „Preußen lebt! Das muss man ganz klar sagen. Wir wollen es im nächsten Jahr schaffen, noch mehr Leben hier reinzubekommen – und das hoffentlich endlich wieder mit der Unterstützung unserer Preußenfans!“

 

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