Lennart Stoll musste mit einer Grippe zuhause bleiben und auch die Rekonvaleszenten Philipp Hoffmann und Simon Scherder, die hart an ihrem Comeback arbeiten, durften die Reise ins spanische Trainingslager nicht antreten. Und zu allem Überfluss dezimierte sich die Trainingsgruppe aufgrund einiger kleinerer Pläsierchen am Dienstag weiter. Nur zwölf Feldspieler standen Coach Benno Möhlmann auf dem Platz zur Verfügung, sicher keine befriedigende Situation für den Übungsleiter, der mit seinem Betreuerteam improvisieren musste.

Insbesondere die Physiotherapeuten waren gefordert, um für alle Spieler ein unter den Umständen bestmögliches Trainingsprogramm zusammenzustellen. Glücklicherweise bietet die Pinatar-Arena eine optimale Infrastruktur, um auch kurzfristige individuelle Einheiten realisieren zu können. “Christian hat sich einen Zirkel mit ganz vielen fiesen Übungen ausgedacht und ich habe die Verletzen, die heute nicht trainieren durften, ein bisschen in Schweiß getrieben”, beschreibt Physiotherapeut Thorsten Potthast den ersten Teil des Arbeitstages mit einem Lächeln und ergänzt: “Ich war überrascht, weil der eine oder andere immer enttäuscht ist, wenn kein Ball dabei ist, aber die Jungs haben mit Unterstützung von etwas guter Musik super mitgezogen.”

Bischoff, Schweers, Mai und Braun, diese vier Spieler gingen am Vortag bei der 0:1-Niederlage gegen den SV Darmstadt 98 über die volle Distanz und für sie war ohnehin ein spezielles Programm für den Vormittag eingeplant. “Für die, die gestern 90 Minuten durchgespielt haben, stand heute erst mal Regeneration an. Mit dem einen oder anderen müssen wir leider noch etwas spezieller arbeiten”, machte Physiotherapeut Christian Krabbe das Beste aus der Situation. Bei Rizzi (Erkältung) sowie den angeschlagenen Wiebe, Schwarz, Kittner, Eickhoff und Mangafic war am Vormittag nicht an Mannschaftstraining zu denken, vor der nachmittäglichen Laufeinheit gab es aber für die meisten kein Entkommen.

Immer wieder betont Benno Möhlmann, wie wichtig es sei, im Grundlagenbereich zu arbeiten. Das dürfte den wenigsten Spielern wirklich gefallen, gehört aber nun mal dazu. So wie die Intervallläufe, die die Jungs nachmittags am Ende eines intensiven Trainingstages absolvieren mussten. Und auch am Mittwochvormittag wird es zunächst in den Kraftraum gehen, um den Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde zu legen.

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