Die bereits fünfte englische Woche in der Regionalliga West zieht ins Land. Nach den beiden Duellen mit Fortuna Düsseldorf II und Fortuna Köln empfängt der SC Preußen Münster am morgigen Samstag (14 Uhr) zum Abschluss den FC Wegberg-Beeck im Preußenstadion. Ohnehin herrscht bis Weihnachten noch ein reges Treiben an der Hammer Straße, insgesamt vier Heimspiele stehen den Adlerträger in diesem Jahr noch bevor. Hinzu kommt das Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Oberhausen Mitte Dezember. Der Mannschaft von Trainer Sascha Hildmann kommt das nur entgegen, haben sie im eigenen Wohnzimmer doch bisher eine makellose Bilanz vorzuweisen. Sechs Spiele, sechs Siege und ein Torverhältnis von 15:4. Diese Serie soll am 18. Spieltag eine Fortsetzung finden.

Rückschlag nur schwer verdaut

Die Niederlage in Köln ließ sich für die Preußen nur schwer verdauen. Mit verhältnismäßig einfachen Mitteln war es der Fortuna gelungen, unter dem Strich schwachen Münsteranern den Zahn zu ziehen und den Offensivmotor so gut wie erlahmen zu lassen. „Uns hat der Mut gefehlt“, konstatierte Trainer Sascha Hildmann, der es sich selbst anders erhofft und erwartet hatte. „Wir haben davor drei Spiele gewonnen, da hätte ich mir mehr Selbstvertrauen gewünscht. Gerade in Durchgang eins haben wir uns aber den Schneid abkaufen lassen, das darf so nicht passieren.“ Besonders ärgerlich war auch, dass die beste Chance der Preußen einmal mehr ans Aluminium klatschte und eben nicht im Netz zappelte. Das war schon beim FC II, bei RW Essen und in Dortmund so, jetzt wiederholte sich das Spiel. „Es sind Kleinigkeiten, die entscheiden. Das müssen wir uns weiter erarbeiten“, bleibt der Fußballlehrer, der selbst „eine unruhige Nacht von Mittwoch auf Donnerstag“ hatte, auch angesichts des Rückschlags seinem Credo treu.

Im Heimspiel gegen den FC Wegberg-Beeck soll das insgesamt wieder anders aussehen. „Wir wollen mehr Spielkontrolle haben“, so die Ansage des Coaches, der im gleichen Zug auch personelle Veränderungen ankündigte: „Im dritten Spiel einer englischen Woche wollen wir frische Kräfte bringen und auch andere Impulse und Reize setzen. Jules Schwadorf ist eine Option, Benedikt Zahn oder Justin Möbius auch.“ Auch wenn der Anfangsformation ein anderes Gesicht verliehen werden wird, personell hat sich im Vergleich zum jüngsten Auswärtsspiel nichts getan. Alle Spieler, die in der Domstadt im Aufgebot standen, sind fit. Allerdings kehrt von den verletzten Spielern wie Marcel Hoffmeier, Joshua Holtby oder auch Dennis Daube noch niemand wieder zurück.

Wegberg-Beeck im Aufwind

Und auch, wenn der Name Wegberg-Beeck den meisten Preußenfans nicht unbedingt ein geläufiger Begriff sein wird, der Aufsteiger darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Zwar verlor die Mannschaft von Trainer Michael Burlet ihr letztes Heimspiel gegen den 1. FC Köln II, doch zuvor blieb Wegberg-Beeck sieben Partien in Folge ohne Niederlage. Unter anderem spielten sie Remis gegen Fortuna Köln und Düsseldorf, dazu gewannen sie ihre direkten Duelle gegen Wuppertal, Lippstadt und Homberg. „Es liegt uns fern, in irgendeiner Form überheblich zu sein, da stemme ich mich sehr gegen. Wir analysieren diese Partie wie jede andere auch und bereiten uns auch so vor“, geht das Trainerteam das Duell mit derselben Akribie an – und lebt das der Mannschaft vor. Angesichts der jüngsten Ergebnisse von Wegberg macht es den Anschein, als könnte der Club seine letztjährigen Fahrstuhlfahrten beenden und im dritten Anlauf innerhalb von fünf Jahren endlich die Klasse Regionalliga halten. Allerdings ohne die Punkte im Preußenstadion.

 

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