Je näher der Freitagabend rückt, umso höher wird vermutlich auch das Fanherz schlagen. Angerichtet für einen packenden Fußballabend an der Hammer Straße ist in jedem Fall alles. Als Tabellenführer empfangen die Adlerträger den Tabellendritten, Fortuna Köln, im Preußenstadion. Bei einem Blick auf das Tableau braucht es auch keinen Experten, um zu wissen, dass die drei zu vergebenden Punkte von großer Bedeutung sind. „Das ist ein sehr wichtiges Spiel für uns“, sagt auch Trainer Sascha Hildmann einen Tag vor der Partie. Aber nicht nur auf dem Platz passt es, auch abseits des Rasens werden das herrliche Wetter und die späte Anstoßzeit für reichlich Stadionromantik sorgen. So wird der Lorenz noch anfänglich über dem Preußenstadion geiern, später erstrahlt das Flutlicht dann das alte Rund – ideale Bedingungen für den Start ins Wochenende. Wer morgen Abend (19 Uhr) mit von der Partie sein möchte, kann sich noch im Vorverkauf sein Ticket sichern oder morgen ab 17:30 Uhr an der Tageskasse zuschlagen.

Mit Mut ins Spitzenspiel

„Es ist Freitagabend, Flutlicht – wir freuen uns auf das Spiel und werden alles raushausen“, kribbelt es auch beim Fußballlehrer schon. Und das direkte Duell der beiden Spitzenteams verdient mal mindestens das Prädikat ‚wegweisend‘. „Die Umstände sind wie sie sind“, sagt auch der Coach, der aber keinesfalls von einer Entscheidung sprechen möchte: „Es ist immer erst vorbei, wenn es vorbei ist. Das ist mein absoluter Lieblingsspruch. Ich will auch, dass meine Mannschaft mit dem Gedanken an das Spiel geht, dass sie etwas gewinnen kann – und nicht, dass sie etwas zu verlieren hat. Das ist für mich der bessere Ansatz, mutig an die Aufgaben heranzugehen!“ Das Hinspiel Anfang Oktober konnte die Fortuna noch mit 3:2 für sich entscheiden, als die Adlerträger im Südstadion eine ganze Reihe an guten Chancen ausließen. Das Thema ist leider ein stetiger Wegbegleiter in dieser Saison, auch vergangene Woche in Wuppertal. „Ich bin froh, dass wir dort noch in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielt haben. Die Mannschaft hat sich bis zum Schluss nicht aufgegeben und auch in den letzten Minuten noch immer die wichtigen Defensivwege in höchstem Tempo gemacht. Das war wichtig. […] Wenn wir morgen gegen Köln nochmal so viele Chancen bekommen wie im Hinspiel, bin ich mir sicher, dass wir gewinnen werden!“

Das wird gegen die beste Defensive der Liga jedoch keine einfache Aufgabe. In 26 Ligaspielen hat die Fortuna erst 17 Gegentore kassierte. Gleich vier davon allerdings in den letzten drei Partien, von denen die Kölner keine von sich entscheiden konnten. Neben zwei Unentschieden gegen den VfB Homberg (1:1) und Fortuna Düsseldorf II (1:1) kassierte die Mannschaft von Trainer Alexander Ende zuhause eine 1:2-Niederlage gegen den Bonner SC. Es ist die erste ‚Schwächephase‘ der Fortuna in dieser Saison, die ansonsten fleißig im Aufstiegskampf mitmischt. „Das ist Spiel ist daher auch für Köln wichtig“, weiß Preußentrainer Sascha Hildmann um die Bedeutung für beide Seiten. Mit Blick auf die eigene Personallage begann er allerdings schon mit den Worten: „Leider keine guten Neuigkeiten.“ Manuel Farrona Pulido ist krank und wird fehlen. Bei Thorben Deters muss noch das PCR-Ergebnis abgewartet werden, Jannik Borgmann ist erst ganz frisch wieder im Training und keine Startelfoption. Marvin Thiel wird voraussichtlich in den Kader zurückkehren, aber „nach der Phase möchte ich ihn eigentlich nicht direkt von Beginn an bringen. Wir haben ja auch eine Verantwortung ihm gegenüber“, so der Coach. Dazu kämpft Alexander Langlitz weiter mit muskulären Beschwerden, trainierte diese Woche nur individuell. Ebenfalls angeschlagen sind Jan Dahlke und Deniz Bindemann. Sicher fehlen werden morgen Abend zudem Lukas Frenkert, Manfred Kwadwo und Dennis Daube. „Ich mache die Personalsituation nicht gerne zum Thema. Es ist aber eben ein Fakt, dass uns so viele Jungs nicht zur Verfügung stehen. Wir werden es aber annehmen und alles raushausen!“

 

nullsechs.TV vor dem Heimspiel

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