Am Samstag (14 Uhr) läuft der SC Preußen 06 e.V. Münster in der Scholz Arena beim Zweitligaabsteiger VfR Aalen auf. Ein Kräftemessen, das die 3. Liga bislang nur zweimal zu bieten hatte und das zuletzt 2012 ausgetragen wurde, erlebt eine Neuauflage. Bis jetzt konnte sich immer die Heimmannschaft knapp mit 1:0 durchsetzen, was die Preußen am Wochenende ändern wollen. Für den nächsten Auswärtserfolg setzen die Adlerträger wieder auf ihren bewährten Rhythmus, weshalb sich der Mannschaftsbus bereits am Freitagmorgen auf den 520 Kilometer langen Weg in den Süden Deutschlands machte. Vor Ort soll noch einmal trainiert und abends bei der Videoanalyse die letzten Details besprochen werden.

Nach der kräftezehrenden Englischen Woche und zwei trainingsfreien Tagen startete die Mannschaft am Dienstag in die Vorbereitung auf das Spiel beim VfR, der mit Peter Vollmann einen ehemaligen Preußencoach an der Seitenlinie stehen hat. Für Marcel Reichwein wird es ebenfalls ein Wiedersehen mit alten Kollegen geben. Er spielte vor seinem Wechsel an die Hammer Straße auf der Ostalb. Unter der Woche musste Jesse Weißenfells krankheitsbedingt (Halsschmerzen) für zwei Tage mit dem Training aussetzen, daher wird er nicht im Kader stehen. Neben ihm fehlen die verletzten Simon Scherder und Lennart Stoll.

„Wir haben wichtige Optionen auf der Bank“

In den letzten Spielen mussten die schwarz-weiß-grünen Akteure immer wieder einen Rückstand aufarbeiten. Die Comeback-Qualität seiner Mannschaft imponiert dem Übungsleiter zwar, trotzdem hofft er, dass seine Anfangs-Elf von Beginn an in das Spiel findet: „Es ist ein Faustpfand, zu wissen, dass wir die Partien drehen können. Es spricht für unsere Moral und mentale Stärke und es ist ein Verdienst der guten Trainingsleistungen.“ Dennoch wünscht sich Ralf Loose, selbst einmal in Führung zu gehen: „Ich bin zwar kein Statistiker, aber die Chancen das Spiel zu gewinnen, dürften damit deutlich höher stehen“, fügte der Coach schmunzelnd hinzu. Für die entscheidenden Impulse sorgte unter anderem auch der Trainer, der zuletzt ein glückliches Händchen bei seinen Einwechslungen bewies und froh ist, einen starken zweiten Anzug auf der Bank zu haben: „Wir haben wichtige Optionen auf der Bank. Oft konnten wir dem Spiel schon eine Wende oder eine Beschleunigung geben, wenn wir es brauchten.“

Die Aalener stellen aktuell die zweitbeste Verteidigung der Liga, haben zu Hause erst zwei Gegentore kassiert. Die Offensivreihen der Adlerträger müssen am Samstag präzise arbeiten, um die Lücken in den Reihen des Gegners zu finden. „Der VfR hat es geschafft, mehrere Zweitliga-Akteure zu halten. Vor allem in der Defensive sind sie gut aufgestellt. Wir müssen uns hochkonzentriert, diszipliniert und auch geduldig zeigen, wenn wir die Fehler der gegnerischen Verteidigung aufdecken wollen“, lobt der Trainer die Süddeutschen und weiß, dass es eine zähe Arbeit werden kann, die entscheidenden Tore zu schießen. Außerdem warnt der Übungsleiter vor einem hoch motivierten Gegenüber: „Nach der derben 0:4-Niederlage in Dresden werden sie auf Wiedergutmachung gegen uns aus sein.“ Die junge Mannschaft um Trainer Loose muss sich aber mit ihrer Serie von sechs ungeschlagenen Spielen keinesfalls verstecken und kann auf das Selbstbewusstsein aus den letzten Spielen bauen.

Hier gibt’s am Samstag ab 13:45 Uhr unseren Liveticker aus Aalen

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Auf swr.de gibt’s einen Internet-Livestream aus der Scholz-Arena

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