​Nach neun Jahren in der 3. Liga startet der SC Preußen Münster in der Saison 2020/21 wieder in der Regionalliga West und wird dort auf alte Bekannte und Weggefährten treffen, aber auch auf neue Gesichter und zahlreiche zweite Mannschaften. In verschiedenen Blöcken stellen wir euch die Gegner vor und werfen einen Blick auf die Duelle: In der Vergangenheit haben sich die Wege des Adlerclubs mit Alemannia Aachen, Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen und dem Wuppertaler SV bereits mehrfach gekreuzt. Jetzt kommt es mit den vier Clubs nach Jahren zum Wiedersehen.

Lange Historien und große Vorfreude auf Wiedersehen

Von großer Rivalität waren stets die Duelle mit Rot-Weiss Essen geprägt. Auf und neben dem Platz war in den insgesamt 77 Spielen einiges los, das letzte Aufeinandertreffen liegt aber bereits zehn Jahre zurück. Damals standen sich beide Mannschaften ebenfalls in der Regionalliga West gegenüber. Dabei zählt Essen sicherlich zu den Vereinen mit den größten Ambitionen in der kommenden Saison. Mit Christian Neidhart wurde ein drittliga-erfahrener Trainer verpflichtet, dazu wechselt auch der letztjährige Toptorschütze Simon Engelmann (26 Spiele, 26 Tore) vom SV Rödinghausen an die Hafenstraße. Mit diesen Neuverpflichtungen soll, nach dem knappen Scheitern in den letzten Jahren, endlich die langersehnte Rückkehr in den Profifußball gelingen. Die Heimat des Clubs, das Stadion Essen, war in der letzten Spielzeit der größte Zuschauermagnet der Liga, in den zwölf Heimspielen waren im Schnitt 10.938 Zuschauer vor Ort.

Mit Alemannia Aachen verbindet den SC Preußen ebenfalls eine lange Tradition, insgesamt 78 Partien umfasst die gemeinsame Historie. Jetzt wird diese Geschichte, nach zuletzt sieben Jahren Pause, in dieser Spielzeit mit zwei weiteren Kapiteln gefüllt. Dabei gehörte Aachen in den letzten Jahren in der Tabelle immer zum oberen Drittel (zuletzt 3x Sechster, davor 2x Siebter), für den Sprung in die Spitzengruppe reichte es aber nur in der Saison 2014/15 einmal, als sie Zweiter wurden. Welche Rolle Aachen in der kommenden Spielzeit spielen wird, bleibt abzuwarten. In jedem Fall ist die Auswärtsfahrt zum Aachener Tivoli (mit einer Kapazität von 32.960 Plätzten das größte Stadion) eine Reise wert, wenngleich es mit 213 Kilometern auch die längste Tour ist.

Mit 58 Partien gegen den Wuppertaler SV und 54 Spielen gegen Rot-Weiß Oberhausen warten weitere Traditionsduelle auf den Adlerclub. Und vor dem Hintergrund, dass die letzten Pflichtspiele neun und acht Jahre zurückliegen, dürfte die Vorfreude auf diese Partien ebenfalls groß sein. Insbesondere Wuppertal hat aber mit großen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und bereits eine Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet, durch den Westdeutschen Fußballverband aber die Lizenz für die Saison erhalten. RW Oberhausen wiederum dürfte zur Spitzengruppe der Runde gehören, belegten sie in der abgelaufenen Spielzeit am Ende Platz vier.

 

Ein Blick auf alte Duelle in der Galerie

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