Nach zweieinhalb Wochen Pause an der Hammer Straße rollt am Samstag im Preußenstadion endlich wieder der Ball. Allerdings wird die Vorfreude auf das Duell mit Rot-Weiß Ahlen schon im Vorfeld getrübt. Während die Adlerträger ihr letztes Heimspiel noch mit knapp 2.000 Preußenfans im Rücken angehen durften, wartet jetzt das erste Geisterspiel der Saison auf die Adlerträger. Die festgeschriebenen Corona-Warnwerte wurden in der Zwischenzeit auch in Münster deutlich überschritten und die aus gesundheitlicher Sicht folgerichtige Entscheidung, vor leeren Rängen zu spielen, getroffen. Alle Preußenfans haben trotzdem die Möglichkeit, das Heimspiel im soccerwatch.tv-Livestream zu verfolgen.

BVB-Spiel ist aufgearbeitet

Die Niederlage im Spitzenspiel bei Borussia Dortmund II haben die Adlerträger bereits aufgearbeitet, wie Trainer Sascha Hildmann im Rahmen der virtuellen Pressekonferenz betonte: „Wir haben dieses Momentum, das du brauchst, um eine Spitzenmannschaft zu schlagen, aktuell nicht. In Essen schießen wir an den Innenpfosten, in Dortmund an die Latte. Das sind 10 Zentimeter, die im Moment den Unterschied ausmachen. Ansonsten brauchen wir uns fußballerisch vor keinem zu verstecken; im Gegenteil, da sind wir voll dabei.“ Im Fokus der Videoanalyse stand vor allem das Thema Lautstärke auf dem Platz. Eine Stärke der Borussen, wie die Adlerträger selbst zu hören bekamen. „Das ist ein Thema, aus dem wir lernen und uns in dem wir uns zwingend verbessern müssen.“ Sich gegenseitig mehr coachen, pushen, antreiben.

„Wir haben dieses Momentum, das du brauchst, um eine Spitzenmannschaft zu schlagen, aktuell nicht. In Essen schießen wir an den Innenpfosten, in Dortmund an die Latte. Das sind 10 Zentimeter, die im Moment den Unterschied ausmachen. Ansonsten brauchen wir uns fußballerisch vor keinem zu verstecken; im Gegenteil, da sind wir voll dabei.“

Sascha Hildmann, Trainer

Und auch wenn die Niederlage schmerzte, in der Rückrunde gastieren alle Spitzenteams dann im Preußenstadion. Bis dahin bleibt das Credo des Trainers: „Es ist noch viel Zeit, es bleiben noch viele Spiele. Wir arbeiten ganz ruhig weiter und lassen uns nicht aus der Bahn werfen. Wir wollen natürlich dran bleiben.“ Mit RW Ahlen gastiert jetzt ein anderes Kaliber im Preußenstadion. Der Aufsteiger, der zahlreiche Ex-Preußen wie Luca Steinfeldt, Bennet Eickhoff oder Timon Schmitz in seinen Reihen hat, bildet nach elf Spieltagen das Ligaschlusslicht. „Ahlen ist unberechenbar. In Aachen haben sie zum Beispiel ein gutes Spiel gemacht“, wird der Fußballlehrer einmal mehr dafür sorgen, dass seine Mannschaft den kommenden Gegner richtig einordnet. „Es gibt jetzt keinen Spieler, den ich herausheben kann. Ahlen kommt über den Block, über die mannschaftliche Geschlossenheit. Sie funktionieren nur als Team.“

Personelle Situation

Das wird also wieder eine Aufgabe, die die Preußen geduldig und mit viel Spielfreude angehen müssen. „Wir brauchen schnelle Füße, müssen Ball und Gegner laufen lassen und uns dann Torchancen erspielen. Aber das haben wir bisher in jedem Spiel geschafft, auch wenn wir oft zu wenig Tore geschossen haben. Wir wollen Zuhause immer offensiv und dominant spielen!“ Dabei muss der Coach wohl personelle Veränderungen einplanen: „Joshua Holtby fehlt noch verletzt. Dazu hat sich Jannik Borgmann im Training einen Außenbandriss zugezogen und Dennis Daube fehlt mit einer Mittelfußprellung aus dem Dortmund-Spiel.“ Noch fraglich ist auch, ob Marcel Hoffmeier spielen kann, der über Abduktoren-Probleme klagt. Der Preußencoach muss sich also noch mehrere Gedankenspiele durch den Kopf gehen lassen, wie er die Ausfälle auffangen will. Die Überlegung, zu rotieren, war aber ohnehin da: „Du merkst die Strapazen der letzten Wochen schon. Wir müssen gut haushalten und zusehen, dass wir die Spieler immer zu 100 Prozent fit auf den Platz bekommen.“

 

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