Der Puls ist, nach dem Herzschlagfinale im Heimspiel gegen den 1. FC Köln II, langsam wieder runtergekocht. Und auch, wenn sich die Nerven wieder beruhigt haben, die Freude über den vierten Sieg in Folge währt weiter. „Wir können mit breiter Brust nach Aachen fahren“, freut sich auch Trainer Sascha Hildmann über die Erfolgsserie seiner Mannschaft, der weiter sagt: „Hoffentlich sind es morgen fünf Siege. Wir werden auf jeden Fall alles dafür tun, um weiter fleißig Punkte zu sammeln.“ Die Fahrt zum Aachener Tivoli wird für die Adlerträger gleichzeitig auch die längste Auswärtstour in dieser Spielzeit. Gegen frühen Nachmittag wird sich der Adlertross also in Gang setzen, um pünktlich zum Anstoß um 18 Uhr auf die heimische Alemannia zu treffen.

„Hoffentlich sind es morgen fünf Siege. Wir werden auf jeden Fall alles dafür tun, um weiter fleißig Punkte zu sammeln.“

Trainer Sascha Hildmann über die aktuelle Siegesserie

Das letzte Aufeinandertreffen liegt dabei gar nicht so weit zurück, erst Mitte Dezember war der gelb-schwarze Traditionsclub zu Gast an der Hammer Straße. Und wer sich noch zurückerinnert, bei dem wird der Puls schon wieder leicht ansteigen. Das Duell gewannen die Adlerträger durch einen späten Treffer des eingewechselten William Moller (85.) mit 1:0. Auf Seiten der Aachener hat sich in der kurzen Zeit aber einiges verändert, Trainer Stefan Vollmerhausen ist nicht mehr im Amt. Aktuell wird er durch das Interimsgespann Kristoffer Andersen und Dietmar Bozek vertreten, zudem ist Martin Bader neuer sportlicher Leiter im Club. Alles wird darauf ausgerichtet, um dem grauen Tabellenmittelfeld der Regionalliga West zu entkommen, wo sie aktuell mit Platz elf stehen. „Durch den Trainerwechsel gibt es immer auch einen neuen Impuls. Aus dem Hinspiel können wir da eher wenig mitnehmen“, so die Einschätzung des Preußentrainers, der dennoch betont: „Wir freuen uns auf das Stadion, in dem noch ein neuer Rasen verlegt wurde.“

Hildmann selbst kann am Mittwochabend wieder fast auf seinem gesamten Kader zurückgreifen: „Niklas Heidemann fehlt uns weiter, ansonsten hat sich aber niemand verletzt. Wir werden für das 18er-Aufgebot aber die Rotationsmaschine anwerfen. Jeder soll sehen, dass er es auch in den Kader schaffen kann. Alle Jungs haben es sich aktuell verdient.“ Einer, der am Samstag noch spät in den Mittelpunkt rückte, durfte sich auch heute schon über eine Startelfgarantie freuen: „Lukas [Frenkert] wird wieder spielen, das hat er sich verdient.“ Wie groß die Wechsel im Kader sein werden, wird sich morgen zeigen. Ob und wie viele Wechsel der Fußballlehrer zudem in seiner Startelf vornehmen wird, wusste er selbst noch nicht oder wollte sich zumindest noch nicht in die Karten blicken lassen: „Das ist alles noch nicht entschieden“, so der Wortlaut.

“Wir werden für das 18er-Aufgebot aber die Rotationsmaschine anwerfen. Jeder soll sehen, dass er es auch in den Kader schaffen kann. Alle Jungs haben es sich aktuell verdient.“

Trainer Sascha Hildmann seinen morgigen Kader

Das Ergebnis gegen die Zweitvertretung des FC war am Ende zwar denkbar knapp, neben den – unterm Strich verdienten – drei Punkten konnte der Preußentrainer aber auch viele gute Ansätze aus der Partie ziehen. „Gerade in der ersten Halbzeit haben wir spielerisch viele Dinge gut gemacht, hatten auch ein gutes Positionsspiel. Auch die zweite Hälfte haben wir uns nochmal in Ruhe angeschaut. In den Emotionen während des Spiels neigt man dazu, Dinge schnell sehr negativ zu sehen. Aber im Nachgang betrachtet waren auch da viele gute Ansätze, wenn auch nicht so wie in Durchgang eins noch.“ Ein Faktor, der im letzten Heimspiel wieder entscheidend war und es auch in Aachen sein könnte, sind die Standardsituationen. „Wir erzielen 46 Prozent unserer Tore nach Standards, da sind wir sehr, sehr gut. Das ist eine Waffe, da haben wir auch die richtigen Schützen. Es ist dann auch wichtig, dass die Ecke in Minute 93 perfekt kommt.“ Ob mit Puls am Anschlag oder diesmal ruhiger, das große Ziel ist in jedem Fall der fünfte Sieg in Folge.

 

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