Mit einem möglichst guten Ergebnis und einer spielerisch guten Leistung wollte die U19 des SC Preußen 06 e.V. Münster in die neue Saison starten. Beim Nachwuchs des VfL Bochum mussten die Jungadler um Coach Cihan Tasdelen jedoch einen ersten Dämpfer hinnehmen und unterlagen im Ruhrgebiet mit 1:4, wenngleich der Trainer, trotz “nicht gelungenen Starts”, mit seinem Team in vielen Teilen zufrieden war.

Die erste Halbzeit der Partie gestaltete sich so, wie man sich die ersten Pflichtspielminuten in der neuen Saison vorstellt:  Beiden Mannschaften versuchten über viel Kampf die Kontrolle zu gewinnen und ihren Rhythmus zu finden. Echte Vorteile konnte sich dabei keines der beiden Teams erarbeiten, obwohl die Bochumer ein kleines Chancenplus vorweisen konnten, was die “abgezockte Offensive” des Zweitliganachwuchses auch eiskalt ausnutzte. “Beide Vereine hatten anfängliche Probleme, der VfL war allerdings abgebrühter und machte aus drei Möglichkeiten zwei Tore”, beschrieb Tasdelen die beiden Gegentreffer in Hälfte eins (21./40.), die den Jungpreußen einen 0:2-Pausenrückstand bescherten.

Besser begann dagegen der zweite Durchgang und die U19 des SCP konnte nach 73 Minuten durch Leon Kondring auf 1:2 verkürzen. “Nach der Pause waren wir die klar bessere Mannschaft und hatten schon vor dem Anschlusstor drei sehr gute Chancen”, trauert der Coach vor allem den vergebenen Abschlüssen aufs leere Gehäuse der Bochumer nach. Nach einem “Blindgänger” erhöhte die A-Jugend des VfL nur wenige Zeigerumdrehungen später auf 1:3: “Danach war unsere Gegenwehr gebrochen, weshalb das 1:4 am Ende schlimmer aussieht, als es eigentlich war”, nimmt Tasdelen den vierten Gegentreffer (87.) zwar zur Kenntnis, schenkt ihm aber nicht allzu viel Bedeutung. Trotz der Auftaktniederlage blickt der U19-Trainer zuversichtlich in die Zukunft: “Heute hat ein stückweit auch die Erfahrung gefehlt, was selbstverständlich ist, da viele unserer Akteure ihr erstes Bundesligaspiel gemacht haben. Deshalb bin ich, was die kommenden Aufgaben angeht, optimistisch.”

Bericht: Jan Wassermann

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