Am Freitagmorgen, um 7:30 Uhr, machte sich der Preußentross auf den Weg nach München. Zuerst ging es mit dem Bus zum Flughafen Münster-Osnabrück, wo um 9 Uhr der Flieger Richtung Süden abhob. Am Nachmittag trainiert die Mannschaft dann vor Ort, um optimal auf die Drittligapartie gegen die SpVgg Unterhaching (Samstag, 14 Uhr) vorbereitet zu sein. Und auf eine gute Vorbereitung kommt es an – Schließlich konnten die Adlerträger noch nie gegen die Bayern gewinnen. Besonders bitter: In der letzten Saison platzte nach einer 0:3-Niederlage an gleicher Stelle der Aufstiegstraum.
Foto 1Ob Simon Scherder nach seinem Nasenbeinbruch zum Einsatz kommen kann, ist fraglich. Beim Donnerstagstraining musste der 20-Jährige aussetzen, da die Gesichtsmaske noch nicht ausgehärtet war. „Medizinisch ist ein Einsatz denkbar, es muss sich aber zeigen, wie sich der Spieler fühlt“, sagt Preußencoach Ralf Loose. Marco Pischorn steht als erste Alternative parat, zeigte unter der Woche verbesserte Trainingsleistungen, um den im Derby gut aufspielenden Scherder zu ersetzen. Am Donnerstagabend abslovierte Simon Scherder gemeinsam mit Co-Trainer Babacar N’Diaye und Physiotherapeut Matthis Haase eine Trainingseinheit, um die Spielfähigkeit mit Maske zu testen. Ergebnis: Simon Scherder fliegt auf jeden Fall mit nach München. Den Rest muss man abwarten.
Über die Aufstellung möchte Ralf Loose bekanntermaßen im Vorfeld einer Partie wenig sagen, hält eine Variante mit zwei Stürmern aber auch für das Gastspiel in Unterhaching für denkbar. „Taylor als Strafraum-Stürmer und Benyamina, der sich mehr über sein Laufspiel einbringt, passen da durchaus zueinander“, ist sich der 51-Jährige sicher.
Masuch kehrt ins Preußentor zurück
Eine Personalentscheidung hat der Trainer bereits getroffen: Daniel Masuch kehrt nach abgesessener Rotsperre in den Kasten zurück, auch wenn Fußballlehrer Loose viel Sonderlob für seinen Ersatzkeeper bereithält: „Eine solche Leistung, gerade im Derby zu zeigen, ist nicht selbstverständlich.“ Für den gegen Osnabrück souverän spielenden Max Schulze Niehues bleib wohl – auch angesichts der U23-Regelung – nur ein Platz auf der Tribüne. Ebenfalls zurückkehren wird der zuletzt gelbgesperrte Dennis Grote.
Laufbereitschaft und Aggressivität sind gefordert
„Wir müssen mit der gleichen Laufbereitschaft und Aggressivität wie gegen Osnabrück ins Spiel gehen“, kennt Ralf Loose die Grundtugenden, die gegen eine Unterhaching-Elf, die kämpferisch und läuferisch alles geben wird, gefordert sind. Da gilt es „dagegenzuhalten und alles in die Waagschale zu werfen.“ Den Gegner sieht der Coach gespickt mit „jungen, talentierten Spielern, die willig sind, nach oben zu kommen.“ Umso wichtiger ist es, „über den Kampf ins Spiel zu kommen, dann stellen sich auch die spielerischen Elemente ein.“ Denn die Ziele für den Samstag definiert Ralf Loose deutlich: „Es geht darum, die Schmach vom letzten Jahr und das Hinspiel wettzumachen.“
Die Partie wird am Samstagnachmittag um 14 Uhr im Alpenbauer-Sportpark angepfiffen. In unserem LIVETICKER berichten wir bereits ab 13:30 Uhr aus Unterhaching.
 

Alle Beiträge