Die Profis sind schon lange wieder am Ball, für den Preußennachwuchs endete vergangene Woche ebenfalls die Winterpause. Nun starten auch die Futsaler am Samstag, den 14. Februar, wieder auf dem Parkett. Für den Bundesligisten ist es gleichzeitig der Auftakt in den Saisonendspurt. Vier Spiele bestreitet die Mannschaft des Trainer-Gespanns Maik Solisch und Fabian Landmann noch. Das Schlusslicht benötigt dabei dringend Punkte, um auch in der kommenden Saison erstklassig zu sein. Auf die Mission Klassenerhalt blickt der Abteilungsleiter Georg von Coelln dennoch optimistisch. 

„Natürlich wird das sehr schwierig“, räumt von Coelln mit Blick auf die derzeitige Tabellensituation ein. Dort rangiert der SCP als Aufsteiger nach 14 Spieltagen mit sechs Punkten auf dem letzten Tabellenplatz, der Abstand zum sicheren Ufer beträgt aktuell fünf Zähler. Von Coelln weiter: „Am Ende ist das auch unterhalb unserer eignen Erwartung. Wir haben uns da schon mehr erhofft. Trotzdem haben wir oft genug bewiesen, dass wir uns trotz der finanziellen Nachteile auf Augenhöhe mit den Gegnern bewegen. Wir können das.“  

Zunächst aber ein kleiner Rückblick: Erst im Sommer stiegen die Hallenflemmer – noch unter den Namen UFC Münster – in die Eliteliga auf. Dabei profitierte der SCP als Meister der Regionalliga-West u.a. vom Rückzug zweier Mannschaften aus der Aufstiegsrunde. In der Bundesliga angekommen und den Adler auf der Brust tragend, spürten die Aufsteiger direkt eine andere Wahrnehmung. „Wir haben schon vor der Fusion für Futsal gebrannt und lieben das Spiel einfach. Unter den neuen Voraussetzungen können wir unserer Leidenschaft aber mit einer ganz tollen Perspektive nachkommen. Auf einmal treffen wir auch bei weit entfernten Auswärtsspielen auf eigene Fans, die von Münster weggezogen sind und ihrem Heimatverein vor Ort unterstützen wollen“, erzählt von Coelln.  

Dementsprechend euphorisch gingen die Futsaler in die neue Spielzeit. Zum Auftakt gab es jedoch nicht viel zu feiern: Der SCP bekam im Futsal-Oberhaus früh die Grenzen aufgezeigt, verlor die ersten fünf Partien und war insbesondere beim 0:6 gegen Liria Berlin und der 1:8-Auswärtsniederlage gegen HOT 05 chancenlos. Die Adlerträger mussten sich bis zum sechsten Spieltag gedulden, legten dann aber eine echte Sensation hin und besiegten zu Hause das Futsal-Schwergewicht Jahn Regensburg mit 3:2. „Das war ein unbeschreiblich gutes Gefühl. Wir haben ja nicht irgendwen geschlagen, sondern den deutschen Vizemeister, dessen Kader obendrein mit vielen brasilianischen Talenten gespickt ist“, blickt von Coelln auf den emotionalen Abend zurück.  

Den zweiten Saisonsieg fuhren die Futsaler eine Woche später bei den Futsal Panthers Köln (4:1) ein. Seitdem wartet das Team der Coaches Solisch und Landmann auf den nächsten Erfolg. „Es ist toll in dieser Liga zu spielen, doch natürlich verspüren wir eine zeitliche und mentale Belastung und haben demnach auch einige Verletzungen zu beklagen“, erklärt von Coelln, der darüber hinaus auf die mangelnde Chancenverwertung der Mannschaft verweist. So habe man schon des Öfteren trotz guter Auftritte die Punkte liegen gelassen – nicht zuletzt in beiden Partien gegen den Drittplatzierten Hamburger SV (1:2 & 2:3). Daher gilt es nun umso mehr, die letzten Kräfte zu bündeln, an die guten Leistungen anzuknüpfen und diese auch in Zählbares umzumünzen. 

Das Restprogramm bietet dabei einen interessanten Mix aus Titelkandidaten (Jahn Regensburg, TSV Weilimdorf) und direkten Konkurrenten im Abstiegskampf (Futsal Panthers Köln, YB Balkan Pfarrkirchen). Ein echtes Highlight für alle Sportbegeisterten in Münster kündigt von Coelln für den 28. Februar an: In der Universitätssporthalle am Horstmarer Landweg kommt es nämlich zum Doppelspieltag. Nachdem die Herren im womöglich vorentscheidenden Duell auf Köln treffen (18:00 Uhr), spielen die Damen ebenfalls gegen die Panthers (20:00 Uhr). Das Frauenteam kann sich dabei für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifizieren – und somit einen wichtigen Schritt in Richtung Titelverteidigung gehen.  

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