Mit Blick auf den eigenen Saisonstart sagt U23-Trainer Kieran Schulze-Marmeling: „Das ist blöd gelaufen, aber das ist Fußball.“ Wer den Coach kennt, der weiß, dass die Aussage nicht einfach so kommt. Viel mehr betont er ausführlich: „Wir haben zum Start zwei gute Spiele gezeigt und waren jeweils besser als der Gegner. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir nach den beiden Spielen sechs Punkte auf dem Konto haben war größer, als dass es nur einer ist. Der Output war einfach bitter, aber mir ist wichtiger, dass wir richtig gut arbeiten und einen tollen Umgang miteinander haben. Deshalb beunruhigt mich das auch überhaupt nicht.“ Beim 0:0 zum Auftakt gegen Wattenscheid war schon mehr möglich, gegen das Spitzenteam gab es aber zumindest einen Zähler. In Vreden zeigte die U23 erneut eine starke Leistung, bestrafte sich in der Schlussminute aber selbst. Ein Abstimmungsfehler in der Defensive führte zum späten Gegentreffer zur 1:2-Niederlage.

Das müssen die Adlerträger jetzt aus den Kleidern schütteln, um am Sonntag (15 Uhr, LVM-Jugend-Arena) gegen den TuS Ennepetal wieder aufs Neue angreifen zu können. Die notwendige Arbeitsbereitschaft dafür verkörpert die U23 seit Tag eins, wie Schulze-Marmeling unterstreicht: „Die Jungs arbeiten so konzentriert, sind gefühlt alle immer schon Stunden vor dem Training da. Das ist richtig cool und gibt mir als Trainer auch total viel. Auch unsere Erfahrenen führen die Gruppe überragend, obwohl sie zuletzt selbst verletzt gefehlt haben.“ Viel Lob, das sich jetzt auch in Ergebnissen widerspiegeln soll.

Der Gegner Ennepetal ist für die Preußen dabei schwer einzuschätzen. „Die letzten Jahre standen sie am Ende meist zwischen Platz 10 und 13. Sie haben sich aber prominent verstärkt und auch öffentlich vorgenommen, in die obere Tabellenhälfte zu kommen. Für uns ist es schwer einzuordnen, inwieweit sie auch auf uns reagieren. Daher haben wir uns stark auf uns selbst konzentriert“, so Schulze-Marmeling, der weiter ausführt: „Wir sind in der Lage, das Spiel wieder an uns zu reißen. Das haben wir zuletzt auch geschafft und hatten viele Szenen im letzten Drittel, die wir besser ausspielen müssen. Das haben wir trainiert, gerade in der Strafraumverteidigung ist Ennepetal aber stark. Das wird eine Herausforderung für uns.“

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