Auch am dritten Spieltag behielt die U23 des SC Preußen 06 e.V. Münster ihre weiße Weste in der Westfalenliga, fuhr einen ungefährdeten 3:1-Auswärtssieg bei Victoria Clarholz ein und grüßt damit weiterhin als ungeschlagener Spitzenreiter mit neun Zählern vom Platz an der Sonne.

„Ich rechne damit, dass Clarholz gegen uns tief stehen und auf Konterchancen lauern wird. Aus diesem Grund müssen wir geduldig auftreten und sauber im Passspiel sein“, erwartete U23-Coach Sören Weinfurtner keinen Hurra-Fußball von den Hausherren aus dem Kreis Gütersloh und betonte, dass die eigene Balance über 90 Minuten stimmen muss.

Mit Zwei-Tore-Polster in die Pause

Am westlichen Rand von Ostwestfalen dauerte es 24 Minuten bis die Adlerträger die Victoria aus dem Gleichgewicht bringen konnten und durch Engin Demirdag in Führung gingen. Sechs Minuten vor der Halbzeitpause erhöhten die Jungs von der Hammer Straße nochmal den Druck und trafen zum 0:2-Pausenstand. U23-Kapitän Christoph Blesz spielte einen Ball in die Tiefe und setzte damit Stefan Kaldewey bestens in Szene, der den Clarholz-Keeper gekonnt umkurvte und locker einschob (39.).

Nach dem Seitenwechsel sollten aber auch die Ostwestfalen zum Torerfolg kommen und erzielten durch Martin Wellmeyer den 1:2-Anschlusstreffer (65.), ehe Jonas Grütering in der 79. Spielminute mit einem Distanzschuss aus gut 20 Metern für den 1:3-Endstand sorgte. „Mit dem Ergebnis und der Leistung aus der ersten Halbzeit bin ich zufrieden. Mit den zweiten 45 Minuten bin ich allerdings nicht einverstanden. Im zweiten Durchgang haben wir nachgelassen und den Spielstand nur noch verwaltet“, musste Trainer Weinfurtner in der Schlussphase zudem zwei Platzverweise für sein Team hinnehmen.

Günner und Demirdag sehen Rot

Nachdem der Unparteiische ein grobes Foulspiel von Patrick Günner mit Rot ahndete, entstand anschließend eine unübersichtliche Rudelbildung, die auch für Torschützen Demirdag einen Platzverweis zur Folge hatte (87.). „Der Schiedsrichter war nicht immer konsequent und hat in einigen Situationen eine klare Linie vermissen lassen. Die Roten Karten waren natürlich ärgerlich und unnötig. In solchen Szenen müssen wir uns cleverer anstellen. Sowas darf uns eigentlich nicht passieren“, konnte sich Weinfurtner mit seiner Mannschaft dennoch über den dritten Dreier in Folge freuen.

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