Nach dem kleinen Dämpfer unter der Woche (1:3 gegen ASC 09 Dortmund), wollte die U23 am Wochenende im Heimspiel gegen die SG Finnentrop/Bamenohl direkt zurück in die Erfolgsspur. Und genau das gelang der Mannschaft von Trainer Kieran Schulze-Marmeling trotz einiger Widrigkeiten: Am Ende feierten die Jungadler vor knapp 100 Zuschauern einen wichtigen 3:1-Heimsieg und sicherten somit den dritten Platz in der Oberliga Westfalen. Schulze-Marmeling zeigte sich trotz des positiven Ergebnisses nicht vollends zufrieden mit dem Spiel: „Es war von der Reife und Haltung her kein gutes Spiel von uns. Die Spielleistung war insgesamt ausbaufähig.“
Dabei startete sein Team sehr vielversprechend, denn bereits in der 4. Minute erzielte Luca Steinfeldt das erste Tor des Tages für die Adlerträger. Noch vor der Pause legten die Preußen durch Till Hausotter (30.) und Benjamin Evers (38.) nach und gingen mit einem soliden 3:0-Vorsprung in die Pause. „Die erste Halbzeit war offensiv sehr stark von uns, da haben wir uns einige Chancen rausgespielt. Die drei Tore waren folgerichtig“, beschreibt Schulze-Marmeling und fügt dennoch an: „Wir haben in Phasen aber schon zu leichtsinnig verteidigt und die gute Ausgangslage so fast aufs Spiel gesetzt. Da hat uns Leander [A.d.R.Hoppenheit] zweimal stark gerettet.“
Die zweite Halbzeit startete dann weniger erfreulich. Nachdem die U23 zunächst zwei Großchancen zum 4:0 liegen ließ, sah der zur Halbzeit eingewechselte Ben Kronenberg nach knapp sieben Minuten für ein gefährliches Spiel die Rote Karte (52.). In Unterzahl agierten die Jungadler fortan deutlich passiver und konzentrierten sichdarauf, hinten die Null zu halten. „Die einzigen Chancen, die wir in dieser Phase zugelassen haben, entstanden durch eigene Ballverluste und Fehler. Da gab es einige Szenen, aus denen wir lernen müssen und in denen wir unserem Anspruch nicht gerecht geworden sind“, legt Schulze-Marmeling den Finger in die Wunde. Genau durch einen solchen Fehler kassierten die Preußen den Treffer zum 1:3 durch Luca Herrmann (85.). Das große Zittern blieb in den Schlussminuten aber aus.
Der U23-Coach zieht insgesamt ein ordentliches Fazit: „Insgesamt ist eine solche Leistung nach einer intensiven englischen Woche zu verzeihen. Wir haben nur einen kleinen Kader und es waren jetzt einige Spiele in kurzer Zeit. Trotz allem haben wir einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen.“ Mit den nächsten drei Punkten im Gepäck gehören die Adlerträger weiter zur Spitzengruppe der Liga. Als nächster Gegner steht kommendes Wochenende Türkspor Dortmund auf dem Programm, die durch einen Punktabzug am vergangenen Wochenende nun in die Abstiegszone gerutscht sind.
Text: Linus Otto



