Die U19 zeigte am Samstag bei Alemannia Aachen eine abgeklärte und zugleich leidenschaftliche Leistung, die am Ende mit einem knappen 1:0-Auswärtssieg belohnt wurde. In einer ereignisarmen Anfangsphase tasteten sich beide Teams zunächst ab. „Zu Beginn gab es wenige Torchancen im Spiel. Wir sind auf einen Gegner getroffen, der ziemlich aggressiv gespielt und uns damit vor einige Probleme gestellt hat“, ordnet Trainer Jan Hötting ein. Doch mit zunehmender Spielzeit fanden die Schwarz-Weiß-Grünen besser in die Begegnung, übernahmen mehr Kontrolle und setzten erste offensive Akzente. Der entscheidende Moment folgte in der 34. Minute, als Luca Schroer einen Handelfmeter sicher verwandelte – eine Szene, die dem Spiel eine neue Richtung gab. „Die folgenden knapp zehn Minuten bis zur Pause waren sehr gut, da hätten wir auch auf 2:0 stellen können“, kommentiert Hötting.
Nach dem Seitenwechsel verlagerte sich der Fokus auf die defensive Stabilität, und genau hier präsentierten sich die Adlerträger bestens eingestellt: „Wir haben kompakt verteidigt und kaum nennenswerte Torchancen zugelassen. Das haben wir so auch unter der Woche trainiert“, stellt der Trainer zufrieden fest. In einem insgesamt intensiven und „sehr wilden Spiel“ behielten die Jungadler in den entscheidenden Momenten die Kontrolle und brachten die knappe Führung über die Zeit. „Wir sind sehr glücklich, dass wir die drei Punkte aus Aachen mitnehmen konnten. Es ist definitiv kein unverdienter Sieg“, lautet das abschließende Fazit des U19-Coaches.
Viel Zeit zur Regeneration bleibt jedoch nicht: Bereits am Mittwoch (19.00 Uhr) erwartet die Adlerträger das Auswärtsspiel im Westfalenpokal beim SC Paderborn. Trainer Jan Hötting weiß, was in diesem Spiel auf sein Team zukommen wird: „Das wird ein ganz anderes Spiel werden. Es ist ein sehr starker Gegner, der aktuell in Liga A Zweiter ist und wahrscheinlich ins Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft einziehen wird. Sie sind offensiv sehr stark besetzt und haben das auch schon gegen Topmannschaften bewiesen.“ Trotzdem machen die direkten Vergleiche mit den Ostwestfalen aus der Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga Mut: „In der Hinrunde (2:2) hätten wir fast drei Punkte mitnehmen können. Auch das Rückspiel (1:2) war ziemlich eng – das ist jetzt auch wieder das Ziel. Wir wollen mit viel Selbstvertrauen auftreten und wissen: Wenn wir unsere Top-Leistung zeigen, ist einiges möglich.“
Bittere Niederlage für U17
Für die U17 verlief das Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt hingegen alles andere als nach Plan. Von Beginn an fanden die Adlerträger keinen Zugriff auf das Spiel und liefen früh einem Rückstand hinterher. Bereits zur Pause war das Spiel mit 0:5zugunsten der SGE entschieden. „Es war eine katastrophale erste Halbzeit, vor allem die direkten Duelle haben wirnicht gewonnen“, analysiert Trainer Stefan Graber schonungslos. Auch wenn sich die Schwarz-Weiß-Grünen im zweiten Durchgang etwas stabilisierten, blieb es insgesamt ein gebrauchter Tag, an dem nach vorne kaum Durchschlagskraft entwickelt wurde. „Die zweite Halbzeit fällt eher unter die Kategorie Schadensbegrenzung“, ordnet Graber ein und führt aus: „Trotzdem war es für die Jungs eine wertvolle Erfahrung.“
Auch für die U17 steht nun ein schweres Spiel im Viertelfinale des Westfalenpokals an. Am Mittwoch (18.30 Uhr) geht es für die Jungadler zum VfL Bochum. Dieser steht in Gruppe C der Liga A der DFB-Nachwuchsliga auf dem ersten Platz und hat somit beste Chancen, um ins Achtelfinale der Deutschen Meisterschaft einzuziehen. Wie bei der U19 lassen die direkten Duelle aus der Vorrunde mit dem kommenden Gegner jedoch etwas Zuversicht zu: Beide Spiele gewannen die Ruhrstädter nur knapp (2:3 und 1:2).
U13 gewinnt Neun-Tore-Spiel in Gladbach
Ein echtes Offensivspektakel lieferte dagegen die U13 in Mönchengladbach, wo sich die Jungadler in einem turbulenten Spiel mit 5:4 durchsetzten. „Die erste Hälfte war sehr kontrolliert und strukturiert, mit leichten Vorteilen für Gladbach“, beschreibt Trainer Stephan Edelhäuser die Anfangsphase, in der seine Schützlinge noch etwas gebraucht haben, um ins Spiel zu finden und auch mit 0:1 in Rückstand gerieten. Doch mit dem Ausgleich kurz nach der Pause kippte die Begegnung spürbar: Das Spiel wurde hektischer und die Möglichkeiten häuften sich auf beiden Seiten. „Wir haben unsere Chancen in dieser Phase genutzt – Gladbach nicht“, sagt Edelhäuser. Somit stand es knapp zwanzig Minuten nach dem Seitenwechsel 4:1 für die Adlerträger.
Im letzten Viertel gab es dann kein Halten mehr, stattdessen entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Treffern auf beiden Seiten, bei dem die defensive Ordnung beider Mannschaften zunehmend verloren ging. „Offenes Visier, beide Teams haben auf Sieg gespielt“, fasst Edelhäuser die Schlussphase treffend zusammen. Trotz aller Offensivbemühungen der Fohlen, aus denen auch drei späte Tore resultierten, retteten die Adlerträger den knappen Vorsprung über die Zeit. Besonders die Art und Weise, wie die Schwarz-Weiß-Grünen auftraten, begeisterte den U13-Coach: „Wir waren in den Zweikämpfen präsent, haben zielstrebig in Richtung Tor gespielt und hatten das nötige Matchglück auf unserer Seite. Wir haben fünf Tore gegen einen starken Gegner erzielt – das freut uns besonders. Die Jungs können stolz auf sich sein.“
Auch für die U13 geht es nun im Pokal weiter: In der ersten Runde des Kreispokals treten die Jungadler am Mittwoch (18.30 Uhr) bei der SG Telgte an und sind beim Kreisligisten klar favorisiert.
Text: Linus Otte
Die Ergebnisse im Überblick
TSV Alemannia Aachen – SCP U19 | 0:1
Eintracht Frankfurt – SCP U17 | 6:0
Borussia Mönchengladbach – SCP U13 | 4:5
Anstehende Begegnungen in der Übersicht
Mittwoch, 15. April:
18.30 Uhr | SG Telgte – SCP U13 | Takko Stadion
18.30 Uhr | VfL Bochum 1848 – SCP U17 | Nachwuchszentrum Hiltroper Straße
19.00 Uhr | SC Paderborn 07 – SCP U19 | NLZ Almepark Nord



