Nur eine Woche nachdem alle sportlichen Entscheidungen gefallen sind, stellt der SC Preußen Münster die Weichen für die Zukunft und präsentiert Thomas Wörle als neuen Cheftrainer. Gemeinsam mit dem 44-Jährigen soll ein strukturierter und von Nachhaltigkeit geprägter Neustart in der 3. Liga eingeleitet werden. Nachdem in sehr offenen und wertschätzenden Gesprächen mit dem bisherigen Cheftrainer Alois Schwartz die gemeinsame Entscheidung getroffen wurde, die Zusammenarbeit nicht fortzusetzen, konnten die Verantwortlichen mit Thomas Wörle einen Trainer verpflichten, der perfekt ins Anforderungsprofil des Traditionsclubs passt.

„Wir mussten uns auf diesen Moment vorbereiten und ich sehe den SC Preußen Münster trotz des Abstiegs gut aufgestellt für die Zukunft. Auch wenn wir uns nach wie vor in der Aufbauphase des Clubs befinden, stehen wir nächstes Jahr viel stärker in der 3. Liga da als noch vor zwei Jahren. Im ersten Jahr nach einem Abstieg und mit einem neuen Trainer geht es dennoch zunächst darum, sich zu stabilisieren, die Idee des Trainers zu implementieren und ein gutes Team zu werden. Tom ist ein Trainer, der für ehrliche Arbeit, eine gute Kultur, für Entwicklung und Ambition steht. Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm die anspruchsvolle Aufgabe des Umbruchs in einer neuen Liga im ersten Schritt meistern werden, um dann im zweiten Schritt innerhalb der nächsten drei Jahre, parallel zur Weiterentwicklung des Clubs mit dem dann fertiggestellten LVM-Preußenstadion, die Rückkehr in die 2. Bundesliga anzustreben. Es ist dabei wichtig, dass wir uns alle bewusst sind, dass der erste Schritt die Voraussetzung für den Zweiten ist“, sagt Ole Kittner, Geschäftsführer Sport, Strategie & Kommunikation.

Mit Thomas Wörle kommt ein Trainer an die Hammer Straße, der fachlich wie menschlich hervorragend zum SC Preußen Münster passt. „Thomas kennt die 3. Liga und ihre Herausforderungen und hat bewiesen, dass er sie meistern kann. Bei der Entscheidung waren uns vor allem drei Säulen wichtig, die das Profil unseres neuen Trainers umreißen und die Thomas erfüllt: Eine aktive Spielweise, eine konsequente Spielerentwicklung und die Verankerung einer Leistungskultur. Eine aktive Spielweise mit und gegen den Ball soll jungen und hungrigen Spielern die Möglichkeit geben, sich in einem stabilen Gerüst weiterzuentwickeln. Fleiß, Bodenständigkeit und das Bewusstsein, sich alles hart erarbeiten zu müssen, sind dafür die Basis. Diese Werte teilt unser neuer Trainer“, umschreibt Sportdirektor Jan Uphues die Entscheidungsfindung.

Mit großer Überzeugung tritt Thomas Wörle den Trainerposten beim Adlerclub an, wie er betont: „Nach sehr offenen und vertrauensvollen Gesprächen mit den Verantwortlichen war mir schnell klar, dass ich diese Aufgabe annehmen möchte. Preußen Münster ist ein echter Traditionsverein mit einer starken Fanbase und einem interessanten Entwicklungspotential. Die letzten Jahre verliefen sehr erfolgreich, doch nun gilt es, den Abstieg mit all seinen Begleiterscheinungen in die richtigen Bahnen zu lenken. Es ist nicht die Zeit, um zu weit in die Zukunft zu blicken, sondern Tag für Tag hart dafür zu arbeiten, den erforderlichen Umbruch zu meistern, dem Club in der 3. Liga Stabilität zu verschaffen und dann Schritt für Schritt ein neues Team aufzubauen. Ich würde mich als bodenständig und ambitioniert bezeichnen und sehe diese Eigenschaften auch beim SC Preußen. Ich bin hochmotiviert, diese große Herausforderung im Team anzugehen und freue mich darauf, die Menschen im Verein kennenzulernen.“

Thomas Wörle wurde 1982 im schwäbischen Krumbach geboren und als Jugendspieler beim VfB Stuttgart und beim FC Augsburg ausgebildet. Seine Profikarriere führte ihn bis in die 2. Bundesliga, wo er für die Kickers Offenbach und die SpVgg Greuther Fürth insgesamt 97 Spiele absolvierte. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er seine Laufbahn als Spieler bereits im Alter von 28 Jahren und schlug früh eine Trainerlaufbahn ein. Zwischen 2010 und 2019 trainierte Wörle die Frauenmannschaft des FC Bayern München, mit der er zwei Meistertitel (2015, 2016) und den DFB-Pokal (2012) holte.

Zuletzt trainierte der zweifache Familienvater den SSV Ulm, mit dem ihm zeitgleich mit den Adlerträgern als Meister der Regionalliga Südwest (2023) und Drittligameister (2024) der Durchmarsch aus der vierten in die zweite Liga gelang.

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