Freundschaft auf den Rängen – intensive Duelle auf dem Platz: Der 21. Spieltag beschert dem SC Preußen ein besonderes Heimspiel, wenn am Freitagabend (18:30 Uhr) der VfL Bochum zu Gast ist. Das LVM-Preußenstadion ist restlos ausverkauft, unter Flutlicht ist angesichts des freundschaftlichen Verhältnisses beider Fanlager eine großartige Atmosphäre zu erwarten. „Die Rahmenbedingungen sind super, das Freitagabendflair mag ich sowieso“, freut sich auch Cheftrainer Alexander Ende auf das Rückspiel gegen den Revierclub.  

Unterdessen blicken die Anhänger des SCP mit Freude auf das erste Aufeinandertreffen in dieser Spielzeit zurück, als die Adlerträger im Vonovia Ruhrstadion dank zwei wunderschöner Treffer von Joshua Mees mit 2:1 gewannen. Für Trainer Ende spielt der Auswärtserfolg in der Gegneranalyse allerdings keine entscheidende Rolle mehr. Schließlich hat sich seit dem 4. Spieltag einiges getan. Zunächst setzte sich die Auftaktmisere des VfL fort, der aus den ersten vier Partien nur ein Spiel gewinnen konnte (2:0 gegen Elversberg). Cheftrainer Dieter Hecking musste nach der nächsten Niederlage in Paderborn (0:1) seinen Platz räumen. Doch auch der aus der U19 hochgerückte Interimscoach David Siebers konnte das Ruder nicht herumreißen und verlor die folgenden drei Spiele gegen Nürnberg (1:2), Düsseldorf (0:1) und Kaiserslautern (2:3). So stand Bochum nach acht Spieltagen mit drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.  

Die Wende kam mit Uwe Rösler, der das Traineramt übernahm und sein Debüt direkt mit einem Heimerfolg gegen Hertha BSC (3:2) krönte. Es folgten ein Remis in Kiel (1:1) sowie zwei Siege gegen Magdeburg und Braunschweig (jeweils 2:0), ehe die Ruhstädter gegen Dresden zum bisher letzten Mal in dieser Saison verloren (1:2). Seit sieben Spielen sind die Blau-Weißen nun ungeschlagen und stellen damit das formstärkste Team der Liga. Nachdem direkte Konkurrenten aus dem Tabellenkeller wie Fürth (3:0) und Bielefeld (1:0) bezwungen wurden, behauptete sich die Rösler-Elf zuletzt auch gegen Top-Teams wie Darmstadt (3:3) oder Elversberg (1:1). Ein echtes Ausrufezeichen setzten die Bochumer am vergangenen Wochenende mit dem 2:0-Derbysieg gegen Spitzenreiter Schalke 04.  

„Das Spiel hat uns aufgezeigt, was es zu verhindern gilt“, spricht Ende den unter Rösler veränderten Spielstil des kommenden Gegners an: „Bochum hat den geringsten Ballbesitz der Liga, verfolgt damit aber einen klaren Plan. Sie sind die stärkste Mannschaft im Umschalten, spielen wenig Fußball über die Mitte, sondern versuchen sehr früh vertikal in den Rücken der gegnerischen Verteidigung zu gelangen.“ Diese Qualitäten will Ende am besten gar nicht erst zur Geltung kommen lassen: „Am besten findet die Umschaltphase gar nicht statt, weil unser Ballbesitz so stark ist. Ansonsten besteht die Entscheidung darin, ob wir schnell Druck machen können, um die gezielten Bälle in die Tiefe zu verhindern, oder uns nach hinten fallen lassen und die Laufwege aufnehmen müssen. Das sind die Aufgaben, die uns dieser Gegner wie kein anderer stellt. Da gilt es gut im Timing zu sein und gemeinschaftlich zu arbeiten.“ 

Verzichten muss der Preußencoach weiterhin auf die Langzeitverletzten Antonio Tikvic, Simon Scherder und Malik Batmaz sowie auf Lars Lokotsch, Joshua Mees, Oscar Vilhelmson und Luca Bolay. Neben Yassine Bouchama, der nach seinem Platzverweis in Paderborn noch zwei Spiele Sperre absitzen muss, steht auch Jannis Heuer nicht zu Verfügung, der Innenverteidiger kassierte in Nürnberg seine fünfte Verwarnung. Dafür rückt Rico Preißinger nach abgesessener Gelbsperre wieder in den Kader, auch Neuzugang Tobias Raschl ist eine neugewonnene Option.  

Ein echtes Fußballfest steht bevor, wenn morgen Abend das Flutlicht im LVM-Preußenstadion angeht. Bevor wir den 21. Spieltag eröffnen, kneistern wir nochmal bei nullsechs.TV rein – und hören, was unser Trainer noch zu sagen hat.  

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