Für einen kurzen Augenblick haben die Adlerträger am spielfreien Osterwochenende die Beine hochlegen und den Puls mal so richtig runterfahren können, jetzt ist der Blick aber schon voll und ganz auf das Heimspiel gegen Borussia Dortmund II gerichtet. Und so schön die kurze Entspannungsphase auch war, alle brennen auf das Duell mit dem Spitzenreiter. „Ich freue mich wirklich auf das Spiel, das wird ein gutes Duell werden“, steigt auch bei Trainer Sascha Hildmann die Vorfreude auf den Anpfiff, der morgen um 18:30 Uhr ertönen wird.

„Wir wollen unseren Weg weitergehen“

Mit 74 Punkten liegen die Schwarz-Gelben derzeit unangefochten auf Rang eins in der Regionalliga West, neun Zähler vor Rot-Weiss Essen. Essen kann durch ein Nachholspiel zwar noch auf sechs Zähler heranrücken, doch all diese Rechenspiele können den Adlerträgern egal sein. „Wir schauen nur auf uns, der Rest ist nicht wichtig“, so der Preußencoach, der weiter sagt: „Wir wollen unseren Weg weitergehen und auch dieses Spiel gewinnen. Der BVB hat aber einen großen Fundus an Spielern, aus dem sie wählen können. Und wenn sie wollen, dann können sie auch.“ U23-Talente wie Steffen Tigges oder Ansgar Knauff sind zwar mit den Profis zum Champions-League-Spiel nach Manchester geflogen, dürften am morgigen Mittwoch aber wohl trotzdem auch an der Hammer Straße zum Spitzenspiel aufschlagen.

Wer am Ende aber auch auf dem Platz stehen wird, eine große Herausforderung wird die Partie so oder so. „Dortmund ist eine Pressing-Mannschaft, die jeden Ball anläuft. Da müssen wir höllisch aufpassen. Zudem bringen sie eine enorme Lautstärke auf den Platz. Das hat uns im Hinspiel noch etwas überrascht, da sind wir jetzt aber drauf vorbereitet. Ich glaube, wir werden uns gegenseitig nicht überraschen können, jede Seite macht da ihre Hausaufgaben“, weiß der Fußballlehrer um die Qualität und die Gangart, auf die seine Schützlinge treffen werden – und hat selbst einen passenden Plan ausgetüftelt: „Ich habe schon alles im Kopf, will aber nichts verraten. Wir wollen die extreme offensive Gewalt des BVB bändigen und im Gegenzug selbst hinter ihre Kette kommen. Entscheidend wird für uns sein, wie wir uns gegen das aggressive Anlaufverhalten wehren können. Uns insgesamt aber mit Dortmund zu vergleichen ist vermessen.“

Daube einsatzbereit, Wegkamp weiter fraglich

Personell gab’s am Dienstag immerhin eine gute Nachricht: „Bei Dennis Daube sieht es gut aus, er hat voll mittrainiert. Anders ist es bei Gerrit Wegkamp, da steht hinter dem Einsatz noch ein großes Fragezeichen. Wir wollen bei ihm nichts riskieren. Zudem wird uns Alexander Langlitz gesperrt fehlen, das schmerzt.“ Langlitz ist der Top-Torschütze der Preußen und auf dem Platz ein echter Lautsprecher, der vorangeht. Wer ihn ersetzen wird, wird erst der morgige Aufstellungsbogen zeigen. Die grundsätzliche Ausrichtung bleibt aber gleich: „Wir wollen weiter auf unsere Talente setzen und sind da auch stolz drauf. Im letzten Spiel standen sieben Jungs aus der eigenen Jugend auf dem Platz, das ist ein Pfund und der Weg, den wir weitergehen wollen.“

 

 

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