Der 34. Spieltag führt den SC Preußen Münster zum zweiten Mal diese Saison in die Liebelt-Arena des SV Lippstadt. Im Oktober letzten Jahres bestritten die Adlerträger dort bereits das Achtelfinale im Westfalenpokal, das sie mit 5:2 gewannen. Nur knapp vier Wochen später, im November 2021, standen sich beide Mannschaften dann in der Liga schon wieder gegenüber, das Heimspiel entschieden die Preußen mit 3:1 für sich. Mitte April folgt jetzt am Osterwochenende das dritte Aufeinandertreffen in dieser Spielzeit, das, wie schon das Pokalspiel, nur vor einer kleinen Kulisse stattfinden kann. Eine Anwohnerklage hat zur Folge, dass insgesamt nur 800 Zuschauer vor Ort mitfiebern dürfen – darunter 210 Gästetickets, die in kurzer Zeit ausverkauft waren.

Lippstadt gewohnt spielstark

In der Tabelle stehen die Lippstädter derweil gut da, haben sich aber noch nicht aller Abstiegssorgen entledigt. Sechs Punkte ist das Polster groß, dazu liegen vier Mannschaften zwischen dem SVL und dem ersten Abstiegsrang, den aktuell Alemannia Aachen belegt. „Lippstadt ist eine spielstarke Mannschaft und sie laufen, ähnlich wie Schalke oder Bonn, auch mutig und hoch an. Es wird, wie immer in dieser Liga, eine schwierige Aufgabe. Wir müssen wieder alle Basics reinwerfen“, so Trainer Sascha Hildmann mit Blick auf das Duell. Mit Blick auf die eigene Mannschaft wiederum sagt er: „Es wird schon die eine oder andere Veränderung geben. Auch mit Blick auf das Spiel gegen Köln, das drei Tage später stattfindet. Wir müssen wissen, wie wir unsere Jungs belasten können.“

Aber nicht nur in der Startelf, auch im Kader selbst wird sich einiges tun: Manuel Farrona Pulido und Dominik Klann sind zurück im Training und zumindest Kandidaten für das 18er-Aufgebot. „Die Startelf käme auf jeden Fall zu früh. Morgen wird sich entscheiden, ob wir sie mitnehmen. Erfreulich ist zudem, dass Thorben Deters auf einem guten Weg ist“, so der Coach, der mit Simon Scherder aber auch einen Ausfall zu verkraften hat: „Seine Wunde am Knöchel hat sich nach dem Schalke-Spiel entzündet, er ist erstmal raus.“ Sein Ersatz dürfte, wie schon letzten Sonntag in der Halbzeit, wieder Robin Ziegele heißen. Zwischen den Pfosten klärt sich die Frage ebenfalls noch, der Coach betont aber: „Bei Max Schulze Niehues ist es noch fraglich. Wenn er aber grünes Licht bekomm, spielt er.“

Defensive bleibt der Grundstein

Angesprochen auf die Tabellenkonstellation sagte der Preußencoach folgendes: „Natürlich ist es schön, wenn du vorne stehst. Aber das blenden wir aus. Es sind noch zu viele Spiele zu gehen, da kann noch so viel passieren. Es war zu früh darüber zu sprechen, als wir noch hinten dran waren. Jetzt ist es auch noch zu früh. Wir bleiben auf Spannung und konzentrieren uns jetzt auf Lippstadt.“ Ein Faktor wird dabei auch in Lippstadt wieder die zuletzt richtig starke Defensivarbeit sein. Das Pokalspiel eingerechnet sind die Adlerträger seit fünf Spielen ohne Gegentreffer. „Diese Defensivarbeit war immer da, das ist entscheidend. Es kann immer mal was verrutschen und ein Fehler passieren, das werfe ich niemandem vor. Aber die Reaktion darauf interessiert mich. Und wenn wir da mit fünf, sechs Mann im Vollsprint nachsetzen, das ist entscheidend. Das ist die Basis für alles.“ Diese Basics braucht es am Samstag auch wieder in der Liebelt-Arena. Anstoß der Partie ist um 14 Uhr.

 

nullsechs.TV vor dem Auswärtsspiel

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