Der SC Preußen feiert einen ganz wichtigen Sieg beim direkten Konkurrenten Eintracht Braunschweig! Mit mehr als 2.000 Gästefans im Rücken zeigten die Adlerträger wieder einmal, welche Widerstandsfähigkeit in ihnen steckt: Innerhalb weniger Minuten dreht die Mannschaft von Trainer Alexander Ende einen 0:1-Rückstand komplett. Mit dem 2:1-Auswärtserfolg beenden die Schwarz-Weiß-Grünen nicht nur ihre Sieglosserie, sondern ziehen auch in der Tabelle am heutigen Gegner vorbei auf Platz 13.

Von Anfang zeigte sich, welche Herangehensweise die beiden Trainer gewählt hatten. Während Münster im ersten Durchgang stolze 58 % Ballbesitz verbuchte, lauerten die Gastgeber auf Konter – und setzten dabei immer wieder gefährliche Nadelstiche. In der 25. Minute wurde Erencan Yardimci erfolgreich in die Tiefe geschickt, der Stürmer scheiterte jedoch glücklicherweise im Eins-gegen-eins am Preußen-Schlussmann Johannes Schenk. Fünf Minuten zuvor hatte Imad Rondic einen feinen Chipball von Rico Preißinger per Direktabnahme verwertet – der Volleyabschluss des bosnischen Winterneuzugangs verpasste sein Ziel aber knapp (20.).

Der erste Torschrei kam dann aus dem Nichts. Nach einem Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte behinderten sich der herausgerückte BTSV-Torwart Elhan Kastrati, der den verletzten Thorben Hoffmann vertrat, und Leon Bell Bell gegenseitig. Batista Meier, der dem langen Ball hinterherjagt war, bedankte sich und schob zur vermeintlichen Gästeführung ein (41.). Die Ernüchterung folgte nur wenige Momente später: Nach Überprüfung durch den Videoassistenten hatte der Preußen-Angreifer den Ball mit der Hand berührt. Schiedsrichter Daniel Siebert blieb keine andere Wahl, als den Treffer zurückzunehmen.

Nach dem Seitenwechsel übernahm die Eintracht das Kommando und ging ausgerechnet durch Ex-Preuße Lukas Frenkert in Führung (56.). Die Antwort der Adlerträger ließ zunächst auf sich warten, kam dann jedoch im Doppelpack. Zunächst vollstreckte Jorrit Hendrix einen schön vorgetragenen Angriff mit seinem schwächeren rechten Fuß (71.). Nur vier Zeigerumdrehungen später erkannte Batista Meier eine nicht optimale Stellung der Braunschweiger Freistoßmeier und erwischte Kastrati aus gut 25 Metern zudem auf dem falschen Fuß (75.). Die Ende-Elf hatte das Spiel gedreht und war nun darum bemüht, den Sieg über die Zeit zu bringen. Der BTSV rannte an, erspielte sich jedoch keine klaren Torchancen mehr. Daran änderte auch der Platzverweis gegen Paul Jaeckel nichts, der in der 88. Minute die Gelb-Rote Karte kassierte.

In den letzten Minuten hielt es dann niemanden mehr auf seinem Platz. Kollektiv sehnte sich die Ersatzbank des SCP dem Schlusspfiff entgegen. Als dieser schließlich ertönte, lagen sich schließlich alle in den Armen – die Erleichterung über den ersten Sieg nach neun Spielen war bis auf die Tribüne spürbar.

Alexander Ende: „Ich klammer den Verlauf und Inhalt aus – allen war bewusst, wie wichtig das Spiel war. Die Tabellenkonstellation sagt schon viel über die Facetten aus, die so ein Spiel verlangt: Kämpfen, Beißen, das Herz in die Hand nehmen – das hat meine Mannschaft super bedient. Wir sind zusammengeblieben, kommen mal wieder nach einem Rückstand zurück und haben uns den Sieg hart erarbeitet. Ich bin sehr stolz auf die Truppe, dass sie genau das auf den Platz gebracht, was heute gefragt war. Das war ein erster Schritt – die letzten Spiele müssen wir mit derselben Power und Leidenschaft angehen, um die Saison über dem Strich zu beenden. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir dieses Ziel erreichen.“

Spieldaten

Aufstellung EBS: Kastrati – Ehlers, Nkoa, Frenkert (Hoti, 74.) – Gomez, Marie (Flick, 65.), Aydin, Bell Bell – Heußer (Ranos, 83.), Yardimci (Mijatovic, 74.), Opoku (Sane, 74.)

Aufstellung SCP: Schenk – ter Horst, Heuer, Jaeckel, Meyerhöfer (Makridis, 70.) – Preißinger (Benger, 62.) – Bouchama, Hendrix – Schulz (Yamada, 62.) – Rondic (Vilhelmsson, 70.), Batista Meier (82.)

Tore: 1:0 Frenkert (56.) 1:1 Hendrix (71.) 1:2 Batista Meier (75.)

Gelbe Karten: Marie, Frenkert / Preißinger

Gelb-Rote Karte: Jaeckel

Schiedsrichter: Daniel Siebert

Zuschauer: 21.385

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