Sportlich steckt der SC Preußen derzeit in der Krise, das kann man angesichts des vorletzten Tabellenplatzes nach zehn Spieltagen nicht wegdiskutieren. Aber Pfiffe im Stadion sind nicht an der Tagesordnung – im Gegenteil! Aufmunternde Worte nach dem Abpfiff prägten zuletzt die Bilder nach dem Schlusspfiff – zuletzt eindrucksvoll in Jena. Die Fans stehen hinter der Mannschaft und sind ein wichtiges Pfand in dieser hart umkämpften Liga. Trotzdem gilt das Verhältnis zwischen Fans und Verein mitunter als angespannt, was das Fanprojekt zum Anlass nahm, öffentlich Kritik an der Clubspitze zu üben – insbesondere an der Kommunikation. Im ausführlichen Westline-Interview möchte Präsidiumsmitglied Siggi Höing das nicht so stehen lassen und appelliert an alle Fans, auch mal selbst den Kontakt zum Verein zu suchen. Er räumt aber auch Fehler ein und wirbt darum, gelegentlich auch mal einen Schlussstrich zu ziehen.

Das Fanprojekt müsse das Thema Kommunikation auch einmal ausblenden. Es gäbe genug Absprachen. Doch auch beim Fanprojekt gewinne man den Eindruck, dass nicht alle Informationen weitergegeben würden. Und es stelle sich durchaus die Frage, ob das Fanprojekt alle Preußenfans erreiche. Wenn an der Jahreshauptversammlung nur 35 von über 640 Mitgliedern teilnähmen, wäre das auch ein Zeichen. Eigene Fehler räumt Höing ein, wenn er sagt: „Natürlich machen wir auch Fehler und wenn wir das tun, dann entschuldigen wir uns. Das werden wir auch in Zukunft tun. Bei der Diskussion um die “Event”-Bande beispielsweise. Das haben wir schlecht gemacht, aber wir haben uns persönlich beim Fanprojekt und bei den Ultra-Vertretern entschuldigt. Aber ich erwarte, dass solche Themen dann auch mal abgehakt sind.“

Es gehe doch vielmehr um Lösungsansätze, die längst angestoßen sind, aber weiter mit Leben gefüllt werden müssten. Wie zum Beispiel die Installation des Fanbeirats. Hier sind alle Fans, nicht nur die Ultras, aufgerufen, ihre Sorgen und Nöte zu kommunizieren. „Wir würden uns freuen, wenn gerade das Fanprojekt verstärkt für alle Fans sprechen würde. Wenn auch das Fanprojekt versuchte, unsere Standpunkte besser in die Fanszene zu transportieren. Wir sitzen doch alle in einem Boot – und wünschen uns deshalb auch eine engere Zusammenarbeit der Fanszene mit unserem Veranstaltungsleiter und Sicherheitsbeauftragten. Das funktioniert einfach nicht, wenn wir zwar alle einladen, aber nicht alle kommen. Es geht am Ende nur miteinander.

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