Mit der Kick-Off-Veranstaltung und der Veröffentlichung des ersten Fragebogens im Dezember 2020 nahm der schon in den Monaten zuvor angestoßene Leitbild-Prozess beim SC Preußen Münster richtig Fahrt auf. Nun liegt die Auswertung dieses Fragebogens vor und soll den weiteren Weg ebnen.   

Der Fragebogen, der sowohl online als auch in Papierform ausgefüllt werden konnte, wurde insgesamt 856 Mal beantwortet. Hauptbestandteil war eine Liste von 35 Werten und Attributen, für die der Verein stehen soll, verbunden mit der Möglichkeit, selbst weitere Begriffe hinzuzufügen. „Schon dieser 1. Schritt zeigt, wie bedeutsam dieser Prozess für den Verein, seine Mitglieder und sein Umfeld ist“, freut sich Clubpräsident Christoph Strässer über die zahlreichen Rückmeldungen und ergänzt: „Die Menschen innerhalb des Vereins wie auch alle, die an unserem SC Preußen interessiert sind, wollen wissen, wofür ihr Klub steht, welche Werte er lebt. Deshalb ist dieser Prozess so wichtig – ja: er ist überfällig!“

Auch Benny Sicking als Leiter der Projektgruppe zeigt sich mit dem Auftakt zufrieden: „Mehr als 850 Rückmeldungen sind für den Beginn ein guter Wert, trotz des recht theoretischen Themas.” 

Erwartungsgemäß fällt auch die Auswertung der Teilnehmer aus: 98% der Befragten finden die Fußballabteilung besonders wichtig, 92% sind Preußenfans, 46% sind Inhaber einer Dauerkarte 

Und 42% haben eine Mitgliedschaft beim SC Preußen. Als die zehn häufigsten Werte wurden genannt: 

  • Tradition (71%) 
  • Leidenschaft (66%) 
  • Identität (60%) 
  • Respekt (59%) 
  • Emotionalität (57%) 
  • Fairness (56%) 
  • Teamgeist (54%) 
  • Authentizität (53%) 
  • Menschlichkeit (52%) 
  • Regionalität (52%) 

Die Auswertung der Freitexte erfolgte durch eine Clusterung, wobei Antirassismus, Gleichberechtigung, Antidiskriminierung, etc. sehr häufig genannt wurden, was in die späteren Workshops mit einfließen soll. Am häufigsten wurden 26 Mal Begriffe zur Fankultur beschrieben. Um eine gewisse Diversität im Verein widerzuspiegeln, werden die Werte mit den zehn meistgenannten Gesamtantworten, die vier zusätzlichen Begriffe Toleranz, Nachhaltigkeit, Aufrichtigkeit und Kommunikation aus den unterschiedlichen Bereichen und das häufigste Cluster aus den Freitexten, in den nächsten Fragebögen weiter vertieft.  

Im ersten Fragebogen wurde auch abgefragt, ob und in welchem Umfang die Personen bei der Erstellung des Leitbildes mitmachen möchten. 82% möchten sich gerne mit Fragebögen beteiligen, aber auch fast ein Drittel könnte sich ein Mitwirken in Workshops oder persönlich vorstellen. 

“Das ist ein klarer Auftrag für uns”, bestätigt Sicking, “wir versuchen regelmäßig Fragebögen zu veröffentlichen, um eine breite Reichweite und Zustimmung zu generieren”. Über öffentliche Workshops wird sich die Projektgruppe auch Gedanken machen.

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