Am vergangenen Freitag waren die Fanprojekte aus Bochum und Dortmund zu Gast im Preußenstadion. Gemeinsam mit den MitarbeiterInnen des FANport, dem sozialpädagogischen Fanprojekt der Outlaw Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, wurden die beiden Streetsoccer-Courts der NRW-Fanprojekte aufgebaut, damit das diesjährige U12-Streetsoccer-Turnier unter dem Motto „Kick Racism Out!“ wie gewohnt ablaufen konnte. Zur fünften Auflage des Turniers, das in Kooperation mit dem U12-Fanclub des SC Preußen 06 e.V. Münster durchgeführt wurde, hatten sich 21 interkulturell besetzte Teams aus verschiedenen Schulen, Sportvereinen, Jugend- und Stadtteilzentren Münsters angemeldet.

Leider machte das Wetter den FanprojektlerInnen bis zum Check-In der Teams einen Strich durch die Rechnung, sodass dann doch nur vier Mädchen- und zehn Jungenteams zum Turnier erschienen. Mit etwas Verzögerung war schließlich um 15 Uhr Anstoß. Trotz der relativ kurzen Spieldauer von fünf Minuten fielen zahlreiche Tore während der Spiele, die von den MitarbeiterInnen der Fanprojekte aus Bochum und Dortmund kommentiert wurden. Insgesamt ging es sehr fair zur Sache, sodass die Schiris kaum eingreifen mussten.

Die gute Stimmung bei den Streetsoccer-Kids kam auch während des umfangreichen Rahmenprogramms auf: Es gab Torwandschießen und eine Ballgeschwindigkeits-Messanlage. Außerdem wurde in der anregenden Kulisse des altehrwürdigen Preußenstadions auch während der Spielpausen ausgiebig gekickt, gerannt und gelacht. Der Grill wurde angeschmissen und es konnten an einem weiteren Stand Limonade und Süßigkeiten käuflich erworben werden.

Das Motto des Turniers „Kick Racism Out!“ war durch die interkulturelle Besetzung der Teams allgegenwärtig. Es gab keine überflüssige Belehrung durch die OrganisatorInnen, stattdessen wurde die Freude darüber zum Ausdruck gebracht, dass es bei inzwischen bestem Frühlingswetter bunt hinter der Ostkurve im Preußenstadion schillerte. “Wir haben auch in diesem Jahr wieder zwei Courts aufgebaut, da sich so viele Teams angemeldet hatten. Leider sind dann Viele aus Sorge um das Wetter zuhause geblieben. Aber denjenigen, die da waren, hat es mal wieder richtig Spaß gemacht“, sagte Edo Schmidt. Besonders freute den FANport-Leiter, dass auch der ASB Sozialdienst für Flüchtlinge mit zwei Teams teilnahm: “Das ist gelebte Integration!”.

Das Turnier hatte im Übrigen auch sportlich gesehen mehrere SiegerInnen: Bei den Mädchen errangen die beiden Teams von der Geschwister-Scholl-Realschule „Blue Girls“ und „Girl Killers“ die ersten beiden Pokalplätze, Dritte wurden „Die coolen 6“ von der Martin-Luther-Schule. Neben den Pokalen gab es Poster, Autogrammkarten und für die Siegerinnen einen Satz DFB-Pokalshirts vom Spiel des SC Preußen Münster gegen den FC Bayern. Den gleichen Preis – nur ohne Pokal – erhielt das Team „Outlaw“ als Fairnesspreis.

Bei den Jungen gewannen die weit gereisten „Mesumer Streetkickers“, die sonst am dortigen Jugendzentrum pöhlen, den größten Pokal inklusive DFB-Pokalshirts. Die „Black Mambas“ der Martin-Luther-Schule und das Team der Grundschule Sprakel räumten die anderen Pokale ab. Den Fairnesspreis errangen schließlich die „Black Cobras“, ebenfalls von der Martin-Luther-Schule. Damit aber niemand leer ausging, wurden noch Urkunden und Teamposter vom SC Preußen an die Nachwuchskicker verteilt. Das FANport-Team und alle anderen HelferInnen freuen sich schon jetzt auf das nächste U12-Streetsoccer-Turnier im kommenden Jahr. Alle heute 9- bis 11-jährigen Fußballerinnen und Fußballer in Münster können sich schon einmal darauf vorbereiten…

Text: FANport Münster

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