Ein letztes Heimspiel steht dem SC Preußen Münster noch bevor, am morgigen Samstag schließen die Adlerträger das Fußballjahr 2018 gegen Fortuna Köln ab. Es ist gleichzeitig auch der Rückrundenauftakt in der 3. Liga, im Sommer eröffneten beide Teams mit diesem Duell die Saison 2018/19. Für den Sportclub war der 4:1-Auswärtssieg der Auftakt in eine starke Hinrunde, die sie auf Platz sechs beendet haben. „Wir sind im Sommer mit einer schweren Situation gestartet, haben viele Spieler aus unteren Ligen geholt. Welcher Verein hat noch Spieler aus der Westfalen- und Oberliga verpflichtet? Wenn man sich dann die Punkte anschaut, können wir sagen, dass wir die Mannschaft weiterentwickelt und eine sehr gute Hinrunde gespielt haben“, ist Preußencoach Marco Antwerpen, unabhängig von den letzten drei Niederlagen, zurecht stolz auf seine Mannschaft.

„Ein schwieriges Spiel für uns“

Fortuna Köln ließ im Oktober seinen jahrelangen Erfolgstrainer Uwe Koschinat in die 2. Bundesliga ziehen, der Coach übernahm den SV Sandhausen. Den Posten beim Südstadtclub übernahm Thomasz Kaczmareks, der einen denkbar schlechten Start erwischte. Die Kölner verloren in den ersten beiden Partien nach Amtsantritt mit 0:7 und 0:6, erzielten erst im sechsten Anlauf unter dem neuen Fußballlehrer selbst einen Treffer. „Das wird ein schwieriges Spiel für uns. Fortuna Köln durchläuft in den letzten Wochen eine schwere Phase, hat aber in Großaspach Moral bewiesen“, dürfen die Adlerträger die Aufgabe keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen: „Wir wollen Köln auf Distanz halten!“

Der Fokus lag unter der Woche aber viel auf dem eigenen Spiel, gerade nach den jüngsten Niederlagen. Die Adlerträger wollen wieder an defensiver Stabilität gewinnen und diese eben auch über 90 Minuten an den Tag legen, um nicht wieder einem Rückstand hinterherzulaufen. „Wenn wir hinten lagen, haben wir ja weiter – in einer viel schwierigeren Situation – gute Leistungen gezeigt. Wir haben Zwickau in der zweiten Halbzeit eingeschnürt und die Kontersituationen stark verteidigt. Aber wir laufen eben dem Rückstand hinterher. Wir müssen die Leistung über 90 Minuten zeigen“, nervt den Coach diese Tatsache, an der er unter der Woche nochmal gearbeitet hat. „Wir versuchen die Jungs so einzustellen, dass wir im Detail arbeiten. Wie gehe ich in einen Zweikampf? Habe ich die Möglichkeit auf einen Ballgewinn? Darauf legen Kutte und ich viel Wert. Ob wir mit einer Dreier- oder Viererkette spielen ist dabei völlig egal, es kommt auf das individualtaktische Verhalten an“, so Antwerpen.

Licht und Schatten

Personell befinden sich die Preußen weiter zwischen Licht und Schatten. Mittelstürmer Rufat Dadashov hat die ganze Woche beschwerdefrei trainieren können, ist in jedem Fall wieder eine Option. Dafür fehlt Abwehrchef Ole Kittner weiter rotgesperrt. Neben ihm fallen auch Tobias Warschewski (krank) und Niklas Heidemann (Wadenprobleme) aus, bei Cyrill Akono ist dem Trainerteam das Risiko nach der Verletzung noch zu groß. Wie genau die Startelf gegen Fortuna Köln dann aussehen wird, das wird der Fußballlehrer morgen lüften. Sicher ist aber in jedem Fall, dass sich die Adlerträger mit einem Erfolg aus dem Jahr verabschieden wollen.

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