Das vorerst letzte Zweitligaspiel des SC Preußen bei der SV Elversberg war gleichbedeutend mit dem Ende einer langen Reise. Eine Reise, die mit dem Drittligaaufstieg 2023 begann, mit dem Durchmarsch in die 2. Bundesliga ihren vorläufigen Höhepunkt fand und nun mit dem Abstieg zurück in die 3. Liga zum Abschluss kommt. Eine Reise, die Kira Loose von Anfang an nicht nur begleitet, sondern aktiv mitgestaltet hat. Seit 2022 gehört die Münsteranerin zum festen Staff der Adlerträger, am Sonntag endete auch ihr Kapitel beim SCP in der URSAPHARM-Arena. Die Physiotherapeutin wird den Verein aus privaten Gründen mit Saisonende verlassen. Mit dem Duell an der Kaiserlinde – ihr insgesamt 150. Pflichtspiel – verabschiedete sich Loose von der Preußenbank.
„Es war schon ein komisches Gefühl, weil ich mich damit in den letzten Wochen kaum beschäftigt habe. Mein Fokus lag in erster Linie auf den sportlichen Themen. Jetzt rückte das letzte Spiel aber näher und gerade mit Blick auf die Gesamtsituation machte mich das schon ein wenig traurig“, gibt Loose zu. Eine Haltung, die angesichts ihrer intensiven Tätigkeit in vier Jahren beim SCP nur verständlich ist.
2022 kam Loose über ihren alten Arbeitgeber, mit dem der SC Preußen eine Kooperation einging, an die Hammer Straße. “Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort”, stellt Loose fest, die durch die nebenberufliche Betreuung der Uni Baskets sowie mehreren Fortbildungen bereits wertvolle Erfahrungen im Bereich der Sportphysiotherapie gesammelt hatte.
Was folgte, war eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte, bei der die 28-Jährige in vier Jahren lediglich ein Pflichtspiel verpasste (1:1 gegen Darmstadt 98 in der Saison 2024/2025). Eine Zeit, auf die Loose gerne zurückblickt: „Von den vier Jahren, die ich hier war, sind drei sehr erfolgreich verlaufen. Insgesamt wird mir die Zeit deshalb sehr positiv in Erinnerung bleiben. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga war allerdings noch einmal besonders emotional, weil er ein Stück weit unerwartet kam und sowohl für den Verein als auch für mich persönlich ein enormer Schritt war.“
Nun zieht die Physiotherapeutin vorerst einen Schlussstrich unter ihre Zeit im Profifußball. Geregeltere Arbeitszeiten und mehr freie Wochenenden gaben letztlich den Ausschlag für diese Entscheidung. Dem Verein will Loose dennoch eng verbunden bleiben: „Ich werde mit Sicherheit das eine oder andere Mal als Zuschauerin dabei sein und hoffe, dass der Kontakt zum Staff bestehen bleibt. Ich glaube nicht, dass ich die Verbindung zum Club einfach ruhen lassen kann – und das möchte ich auch gar nicht. Dafür habe ich hier zu viele prägende Momente erlebt.“



