Ein letzter Tanz in 2020, dann ist Feierabend. Ein Jahr, an das sich kaum eine Preuße gerne erinnern wird. Auch Trainer Sascha Hildmann betonte am Freitag auf der letzten Pressekonferenz deutlich, dass er „endlich ein Haken hinter das Jahr machen“ möchte. Der Abstieg hat Spuren hinterlassen, keine Frage. Der Fußballlehrer hat es aber geschafft, sich mit seiner Mannschaft schnell zu akklimatisieren und die Preußen werden im oberen Drittel überwintern. „Das war kein Zuckerschlecken, in dieser Liga anzukommen. Wir haben noch viele Punkte unglücklich liegen lassen, das ärgert mich. Aber das ist ein Prozess und gehört wohl dazu. Es hätte mehr sein können, aber wir müssen es so annehmen“, so der Fußballlehrer.

Und wie schon im letzten Heimspiel gegen Alemannia Aachen wird es auch gegen die U23 von Schalke 04 im letzten Duell wohl ein heißer Tanz. Die Königsblauen reihen sich in der Tabelle neben den Zweitvertretungen von Düsseldorf, Gladbach und Köln ein und bringen viele junger und talentierte Spieler mit an die Hammer Straße. „Sie haben eine ähnliche Spielanlage wie Aachen. Wir wollen wieder genauso couragiert auftreten und unser Spiel durchziehen“, lautet die Ansage des Coaches, der wohl keine Veränderungen vornehmen wird: „Es sieht so aus, als ob wir derselben Elf nochmal das Vertrauen schenken werden.“ Diese Elf löste ihre Aufgabe vor allem gegen den Ball sehr gut und hielt die Offensive von Aachen gut in Schach. In der Schlussphase war dann auch noch die nötige Kraft für einen wunderbar herausgespielten Angriff da, den der eingewechselte William Møller nervenstark vollendete. „Das sah nach Fußball aus. Vielleicht unser schönstes Tor diese Saison. Und Willi schiebt ihn dann einfach überlegt rein und ballert ihn nicht sonst wohin.“

„Gegen Aachen wären hier 5.000, vielleicht 6.000 Fans gewesen. Ein schönes Flutlichtspiel, dazu ein paar Bier und eine Wurst. Das Leben im Stadion, was dazugehört. Das Schimpfen, das Freuen. Ich wünsche mir all das im neuen Jahr zurück!“

Sascha Hildmann, Fußballfan und Preußentrainer

Großer Jubel beim Torschützen selbst, der seine Mannschaft mit drei Punkten belohnte. Über den Treffer freute sich natürlich auch der Coach und fügt eine kleine Anekdote an: „Willi ist ein lustiger Typ. Er hat mir danach ein dänisches Bier versprochen, noch habe ich keins gesehen – und noch ist aber auch nicht die Zeit für Bier. Wir wollen uns auf morgen konzentrieren und die drei Punkte mitnehmen“, schaltet Sascha Hildmann aber auch schnell wieder in den Spieltags-Modus. Für seine Adlerträger ist morgen nach dem Spiel dann auch Winterpause. „Die Jungs wie ein Simon oder Schaui, die sollen sich gut ausruhen. Andere haben noch etwas nachzuarbeiten. Das wird individuell entschieden und die Jungs bekommen ihre Pläne. Am 4. Januar geht’s dann weiter“, gibt der Preußentrainer einen kleinen Einblick, wie es nach der Partie weitergeht.

Zuvor heißt es nochmal 90 Minuten Vollgas geben, um mit drei weiteren Punkten auf dem Konto in die Pause zu gehen. Im neuen Jahr findet der Fußball dann hoffentlich mit der Zeit zurück dahin, was ihn auszeichnet. Und so wollen auch wir den letzten Vorbericht des Jahres mit den passenden Worten unseres Trainers beenden: „Gegen Aachen wären hier 5.000, vielleicht 6.000 Fans gewesen. Ein schönes Flutlichtspiel, dazu ein paar Bier und eine Wurst. Das Leben im Stadion, was dazugehört. Das Schimpfen, das Freuen. Ich wünsche mir all das im neuen Jahr zurück!“

 

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