Zum dritten Mal in Folge eröffnet der SC Preußen unter Fluchtlicht den Zweitligaspieltag. Das Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf am Freitagabend (18:30 Uhr) steht dabei auch abseits des Platzes unter besonderen Voraussetzungen – und das nicht nur aufgrund des im Rheinland besonders gefeierten Karnevals. Mehr als 6.500 Preußenfans werden in der Merkur Spiel-Arena erwartet und sorgen so in dieser Saison für eine SCP-Rekordkulisse. „Überragend! Unsere Fans sind daheim und auswärts immer dabei – egal, wie weit entfernt wir spielen. Dass jetzt wieder so viele mitfahren, motiviert uns einmal mehr, auf dem Platz für unsere Anhänger zu kämpfen“, freut sich Kapitän Jorrit Hendrix auf die Partie beim Tabellen-13. der Liga, die ein enges Duell beider Teams verspricht.  

Das Hinspiel dürfte beim Preußenanhang allerdings keine guten Erinnerungen wecken. Trotz eines guten Auftritts unterlagen die Adlerträger der Fortuna mit 1:2, womit die Rot-Weißen ihre Zähler fünf bis sieben einfuhren und in der Tabelle mit dem SCP gleichzogen. Die Mannschaft des damaligen Cheftrainers Daniel Thioune entwickelte daraufhin jedoch nicht die notwendige Konstanz, um im Tabellenmittelfeld zu bleiben. Nach einem Sieg (1:0 in Bochum) sowie zwei Niederlagen (0:3 gegen Darmstadt & 2:3 gegen Nürnberg) aus den folgenden drei Partien wurde die Zusammenarbeit mit Thioune beendet – Markus Anfang übernahm den Posten an der Seitenlinie.   

Unter dem neuen Coach verschärfte sich die Misere zunächst jedoch. Lediglich einen Punkt holte Düsseldorf aus den ersten vier Spielen unter Anfang: Einem 1:1-Remis gegen Kaiserslautern standen drei Niederlagen gegen Braunschweig (1:2), Berlin (0:1) und Kiel (0:1) gegenüber. Der 2:1-Heimsieg gegen Magdeburg ließ die Rot-Weißen am 13. Spieltag zwar kurz aufatmen, leitete aber keine Kehrtwende ein. Stattdessen verlor Fortuna auch die nächsten drei Partien gegen Dresden (1:2), Schalke (0:2) und Elversberg (0:1) und belegte mit 14 Punkten den vorletzten Tabellenplatz. Nach drei Jahren, in denen die Rheinländer stets um den Aufstieg in die Bundesliga mitgespielt hatten, war plötzlich Abstiegskampf angesagt.  

Den hat die Mannschaft von Anfang angenommen und rund um die Winterpause wichtige Punkte gesammelt: So gab es vor Weihnachten ein 2:0 gegen Greuther Fürth zu bejubeln, zum Jahresauftakt folgte ein 1:0-Heimerfolg gegen Bielefeld. Nach einer Niederlage in Hannover bezwang Düsseldorf zudem Aufstiegskandidat Paderborn mit 2:1 und holte in der vergangenen Woche einen Punkt in Karlsruhe (1:1). Die Rheinländer haben sich ein Stück weit aus dem Tabellenkeller gekämpft – doch was heißt das schon in dieser engen Liga. Nur zwei Punkte trennen die morgigen Gastgeber vom SCP, der gewillt ist, am direkten Konkurrenten gegen den Abstieg vorbeizuziehen. 

Mit welcher Marschroute der Gegner das Spiel angehen wird, wird sich am Freitagabend mit Anpfiff zeigen. Eine große Rolle spielt das für Cheftrainer Alexander Ende ohnehin nicht: „Ob uns Düsseldorf pressen oder abwartend agieren wird, kann ich nicht sagen. Aber für uns ist das nicht entscheidend, wir haben für alles unsere Regeln, unsere Prinzipien, wie wir es lösen wollen – und haben alles auch schon gespielt.“ Wichtiger ist zudem, dass die eigenen Stärken wieder mehr zur Geltung kommen: „Wir haben den Jungs in dieser Woche nochmal genau aufgezeigt, was für unseren Weg wichtig ist. Ganz oben steht die Haltung: Wir wollen selbstbestimmt Fußball spielen und Chancen anstelle von Risiken sehen. Darüber hinaus geht es darum, wie wir diese Haltung auf dem Platz bekommen und den richtigen Rahmen dafür schaffen. All diese Themen waren im letzten Spiel nicht am Maximum, auch wenn die Jungs alles gegeben haben.“ 

Der Preußencoach muss dabei weiterhin auf die am Kreuzband verletzten Antonio Tikvic, Simion Scherder und Malik Batmaz verzichten – ebenso wie auf Luca Bolay, Joshua Mees, Lars Lokotsch und Oscar Vilhelmsson. Zudem wird Yassine Bouchama das letzte seiner Drei-Spiele-Sperre absitzen. Jannis Heuer steht nach seiner Gelbsperre gegen Bochum wieder zur Verfügung. Auch Mikkel Kirkeskov ist nach Adduktorenproblemen wieder einsatzfähig. 

Ein wichtiges Spiel steht vor der Tür. Für Jorrit Hendrix ist gleichzeitig die Rückkehr zum einzig anderen Verein, für den der Niederländer in Deutschland gespielt hat. Was unser Kapitän vor dem Spiel zu sagen hat, erfahrt ihr bei nullsechs.TV  

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