Niklas Varelmann zählt zu den Jüngsten im Team und startete gerade in seine erste Profisaison bei den Adlerträgern. Im Kurzinterview spricht er über die ersten Tage im Trainingslager, seinen Zimmergenossen Rico Preißinger und über seine Ziele für die neue Saison  

Niklas, du bist zum ersten Mal mit den Profis im Trainingslager. Mit welchen Erwartungen bist du nach Ankum gereist und was hast du dir persönlich für diese Woche vorgenommen? 

Ich denke, ein Trainingslager ist immer eine gute Gelegenheit, um als Mannschaft weiter zusammenzuwachsen und die Spielidee des Trainers besser zu verinnerlichen. Ich will mich weiterentwickeln und in jeder Einheit den nächsten Schritt machen.  

Welche Eindrücke konntest du bislang sammeln – sowohl von den Bedingungen des Platzes als auch von der Unterkunft? 

Hier in Ankum sind die Bedingungen wirklich super, das muss man sagen. Der Trainingsplatz wurde perfekt vorbereitet. Aber auch die Zimmer, das Personal und die Verpflegung sind wirklich top.  

So ein Trainingslager ist körperlich besonders intensiv. Wie sorgst du dafür, zwischen den Einheiten ausreichend zu regenerieren? 

Regeneration ist sehr wichtig, das stimmt. Die ersten Einheiten waren schon sehr anstrengend, und gerade ich in meinem ersten Profijahr muss mich noch an die hohe Intensität gewöhnen. Aber auch darauf sind wir gut vorbereitet. Wir haben zwei Eistonnen vor Ort, die wir direkt nach dem Training nutzen können. Vor allem machen aber unsere drei Physiotherapeuten einen super Job. Jeder, der einen Behandlungstermin benötigt, bekommt auch einen. Das ist sehr hilfreich, um zwischen den Einheiten die Beine wieder etwas zu lockern.  

Du sprichst es an: Es ist deine erste Profisaison. Welche Unterschiede nimmst du im Vergleich zur bisherigen Belastung wahr?  

In erster Linie ist es das Spieltempo. Man hat deutlich weniger Zeit mit dem Ball und wird viel schneller unter Druck gesetzt. Als Außenverteidiger muss ich zudem noch stärker darauf achten, dass mir der Gegenspieler nicht im Rücken entwischt. Dazu kommen taktische Aspekte, bei denen ich nicht mehr so viel durch körperliche Vorteile kompensieren kann.  

Zurück zum Trainingslager: Was macht dir bislang am meisten Spaß – die Arbeit auf dem Platz oder eher das gemeinsame Programm abseits des Trainings? 

Ich arbeite immer gerne auf dem Platz, gerade bei dem Wetter macht das richtig Bock. Der Teamabend war gestern aber ebenfalls sehr lustig und kam zum genau richtigen Zeitpunkt. Das war eine sehr gute Idee des Trainerteams, weil wir uns dadurch noch besser kennenlernen und gemeinsam viel lachen konnten.  

Apropos Teamabend: Durftest du als Neuzugang eigentlich schon deinen Einstand geben und singen? Und falls ja: was?  

Noch nicht, aber ich denke, da wird noch etwas kommen. Am Freitag steht zum Abschluss noch der Mannschaftsabend an. Da werden die Neuen – darunter auch die hochgerückten Nachwuchsspieler – wahrscheinlich eine kleine Gesangs- oder Tanzeinlage geben müssen. Ich werde mir vermutlich einen etwas ruhigeren Song aussuchen. Das passt eher zu mir.  

Wie nimmst du die Stimmung im Team wahr?  

Die Mannschaft ist neu zusammengestellt, daher ist die Kennenlernphase natürlich noch nicht ganz abgeschlossen. Meine Eindrücke sind aber sehr positiv. Gerade als junger Spieler merke ich, dass die erfahrenden Teamkollegen sehr hilfsbereit sind. Alle arbeiten zusammen und niemand wird ausgeschlossen.   

Einer dieser erfahreneren Spieler ist dein Zimmerpartner, Rico Preißinger. Erzähl uns mal: Wie kommt ihr miteinander aus? Welche Tipps gibt er dir als junges Talent mit?  

Rico ist sehr entspannt. Ich kann ihn jederzeit alles fragen, egal ob in der Unterkunft oder auf dem Platz: wo ich bestimmte Sachen finde, wie die Abläufe hier sind oder wie ich bestimmte Situationen im Spiel besser lösen kann. Ich kann immer auf ihn zugehen.  

Zum Abschluss ein Blick auf die kommende Saison: Mit welchen Gedanken und Ambitionen gehst du in die neue Spielzeit?  

Wir sind ein Team, aber natürlich möchte ich mich auch persönlich weiterentwickeln und mir so viel Spielzeit wie möglich erarbeiten. Das wird nicht einfach, weil wir eine sehr gute Mannschaft haben. Aber ich gehe diese Herausforderung selbstbewusst an.  

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