Wie schon im Aufbaubereich (U12-U15) haben sich auch im Leistungsbereich (U16-U19) des LZs die Bedingungen zum Anfang der Saison stark verändert. Neue Konzepte wurden etabliert, neue Ligen bespielt und gleichzeitig ist das Hauptziel einer weiter wachsenden Verzahnung mit der U23 nicht aus den Augen geraten. Daher lohnt es sich, auch in diesem Bereich einmal zu bilanzieren, wie sich die Mannschaften der U16 bis U19 in der Hinrunde geschlagen haben.
Bei der U19 lief die Hinrunde bis kurz vor der Winterpause auf Hochtouren. Bis zum letzten Spiel kämpfte das Team von Jan Hötting um das Ticket für die Liga A der DFB-Nachwuchsliga. Am Ende verpassten die Adlerträger die Runde als Tabellenfünfter knapp. Trotzdem kann Jan Hötting auf starke Leistungen zurückblicken: „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft im ersten halben Jahr. Wir haben es sehr schnell hinbekommen, ein Team zu formen, das konkurrenzfähige Leistungen in der Nachwuchsliga gezeigt hat.“ Zusätzlich zum Last-Minute-Sieg im Derby gegen Arminia Bielefeld nennt der U19-Coach noch die Auswärtsspiele bei Borussia Mönchengladbach und auf Schalke, in denen die Jungadler Punkte entführen konnten, als Highlight-Spiele der Hinrunde.
Die starken Resultate haben auch dazu beigetragen, dass Mannschaft und Verantwortliche in anderen Bereichen Erfolge erzielen konnten. „Drei Jungs von uns haben ihr Oberliga-Debüt gegeben, zudem waren auch andere Spieler im Kader der U23 dabei“, schildert Hötting und betont dabei die Wichtigkeit der Einbindung von U19-Spielern bei den Senioren.
Genau diese Integration in der U23 bildet für Hötting auch in der kommenden Rückrunde weiter die Basis seiner Arbeit. „Wir wollen die Jungs natürlich individuell weiterbringen und trotzdem als Mannschaft Erfolg haben. Dabei sollen sich die Altjahrgänge langsam an den Herrenbereich gewöhnen und Jungjahrgänge weiter zuFührungsspielern in der A-Jugend wachsen.“ In der Rückrunde ist die U19 in der Liga B der Nachwuchsliga gefordert. Dort warten auf die Schwarz-Weiß-Grünen unter anderem Spiele gegen Werder Bremen und Fortuna Düsseldorf.
Erste Erfolge im neuen Konzept in der U16 und U17
Im Bereich der U16 und U17 hat sich bei den Adlerträgern seit Saisonbeginn einiges getan. „Zu dieser Saison haben wir die Struktur im Leistungsbereich angepasst. Die U16 und die U17 trainieren überwiegend gemeinsam – dabei auch klar spielerzentriert mit dem Fokus auf die Stärken und Potenziale jedes Einzelnen. Davon sollen alle profitieren“, erläutert Dennis Schunke, Koordinator im Leistungsbereich. Dabei war den Verantwortlichen bewusst, dass so eine Umstellung nicht von heute auf morgen vollzogen werden kann. „Natürlich hat es zunächst Zeit gebraucht, sich an das neue Konzept zu gewöhnen. Doch alle haben stark mitgezogen und sich darauf eingelassen.“
Durch deutlich mehr Spieler im Training erhöht sich dementsprechend auch der Aufwand für die Verantwortlichen. „Wir trainieren in diesen Altersklassen jetzt häufiger und länger als zuvor. Mit den Wochen haben wir uns darauf eingestellt und ein immer besseres Maß gefunden“, berichtet Schunke.
Trotz all dieser konzeptionellen Umstellungen stehen im Fußball häufig trotzdem die Ergebnisse einer Mannschaft im Fokus. Bei der U16 und U17 fielen diese zur Hinrunde etwas enttäuschend aus: „Wir spielen immer, um zu gewinnen. Natürlich hätten wir gerne den einen oder anderen Punkt mehr geholt, das hätten sich die Spieler und Trainer redlich verdient. Manchmal fehlte das Spielglück, manchmal kam etwas Pech dazu.“
Dennoch betont Schunke klar: „Viel wichtiger ist mir jedoch, dass wir allen Spielern sehr viel Spielzeit auf höchstem Niveau ermöglichen konnten. Durch den LZ-Status müssen wir nicht mehr ausschließlich auf die Tabelle schauen. Dadurch geht es nicht mehr nur ums Ergebnis, sondern vor allem um die Förderung der Talente.“ Und mit dieser Einstellung sollen nun auch die Herausforderungen der zweiten Halbserie angegangen werden: „Wir blicken mit großer Vorfreude auf die Rückrunde und gehen diese mit vollem Ehrgeiz und viel Freude an. Alle wollen sich beweisen, sich weiterentwickeln, sich zeigen – in jeder Trainingseinheit, in jedem Spiel. Die Motivation ist enorm hoch!“
Text: Linus Otte



