Dramatischer hätte dieses Wochenende kaum verlaufen können: Hinter den Futsalerinnen und Futsalern des SC Preußen liegen emotionale, aber auch äußerst erfolgreiche Tage. Während sich die Damen bis ins Finale der Deutschen Meisterschaft spielten und dort erst im Sechsmeterschießen scheiterten, gelang den Männern im wortwörtlich allerletzten Moment der Sprung auf den Relegationsrang der Futsal-Bundesliga.
Doch der Reihe nach: Als Gewinnerinnen der Futsal-Liga West und des Westdeutschen Regionalpokals hatte sich das Team von Matthias Eulering gleich doppelt für die Endrunde um den nationalen Titel in der Sportschule Wedau qualifiziert. Dank eines 0:0 gegen Union Berlin und eines 3:1-Erfolgs gegen den 1.FC Riegelsberg schlossen die Adlerträgerinnen die Vorrunde am Samstag als Tabellenerste ab und nahmen den Schwung mit in den folgenden Tag. Im Halbfinale setzte sich der SCP mit 3:0 gegen den SV Walddörfer SV durch. Die Titelverteidigung – im Vorjahr hatten sich die Münsteranerinnen noch als UFC die Deutsche Meisterschaft gesichert – war zum Greifen nah. Im Endspiel gegen die Futsal Panthers Köln fielen jedoch weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung Tore, sodass die Siegerinnen im Sechsmeterschießen ermittelt werden mussten. Dort zogen die Preußen-Damen mit 3:4 den Kürzeren, dürfen aber dennoch stolz auf ihre Leistung sein, erneut zu den besten Teams des Landes zu gehören.
Ein echtes Endspiel stand am Samstagabend auch für die Herrenmannschaft an. Am letzten Spieltag der Futsal-Bundesliga war das Team von Maik Solisch und Fabian Landmann bei den Young Boys Balkan in Pfarrkirchen gefordert. Die Ausgangslage war eindeutig: Der SCP lag als Schlusslicht einen Punkt hinter den Gastgebern, die den Relegationsrang belegten. Ein Sieg musste also eher, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Und diesen Sieg gab es tatsächlich zu feiern – auf eine Art und Weise, die an Dramatik kaum zu überbieten ist. Beim Stand von 4:4 erhielten die Adlerträger 0,9 Sekunden vor Schluss einen Einkick in der Nähe des gegnerischen Tores. Nach einer scharfen Vorlage von Solisch schaltete Jonte Schütz am schnellsten und bugsierte den Ball mit der Schlusssirene über die Linie. Der Preußenjubel kannte keine Grenzen. Nun wartet allerdings eine anspruchsvolle Relegationsrunde, in der sich die Hallenflemmer gegen die fünf Regionalligameister behaupten müssen.



