Der Fachkräftemangel stellt die regionale Wirtschaft seit Jahren vor große Herausforderungen. Mit dem Bündnis „Spielplan Zukunft – Dein Weg in den Beruf“ setzt die Landesregierung Nordrhein-Westfalens gemeinsam mit den örtlichen Fußball-Bundesligisten der Frauen und Männer neue Impulse. Auch der SC Preußen Münster beteiligt sich an der Initiative und bildet am heimischen Standort mit verschiedenen Institutionen eine regional verwurzelte Verantwortungsgemeinschaft.  

In Zusammenarbeit mit der Stadt Münster, der Handwerkskammer Münster, der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, der Kreishandwerkerschaft Münster sowie der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster setzt sich der Verein für die Perspektiven junger Menschen und die Fachkräftegewinnung in der Region ein. „Ein starkes Bündnis aus nullsechs Partnern, die allesamt wertvolle Expertise und Informationsangebote einbringen, die wir auf der Plattform von Preußen Münster für Jugendliche und ihre Familien zugänglich machen wollen“, betont Philipp Deipenbrock, Geschäftsführer Marketing & Vertrieb des SC Preußen. Der Grundstein für diese besondere Zusammenarbeit aus Wirtschaft, Bildung und Sport wurde in der vergangenen Woche in der heimischen Spielstätte des SCP gelegt. Bei der Auftaktveranstaltung von „Heimspiel Zukunft“ waren neben den verantwortlichen Akteuren auch zahlreiche Multiplikatoren sowie rund 30 Jugendliche im LVM-Preußenstadion anwesend.  

Verantwortung übernehmen

„Der SC Preußen Münster ist weit mehr als ein Fußballverein – er ist Identitätspunkt und Motor für die Region: sportlich, kulturell, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Dieser Verantwortung stellen wir uns, in dem wir uns über den Sport hinaus engagieren und gezielt Impulse setzen, die einen echten Mehrwert für unser Zusammenleben schaffen. Über die Strahlkraft des Fußballs möchten wir einen Beitrag leisten und jungen Menschen in der Region Mut machen. Wir möchten sie dabei unterstützen, ihren eigenen Weg zu finden und ihnen zeigen, dass eine berufliche Ausbildung echte Chancen, Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten bietet“, sagte Deipenbrock zu Beginn der Veranstaltung in der GuideCom-Haupttribüne.  

In seiner Begrüßungsrede verwies der Geschäftsführer des SCP darauf, dass bislang nur ein geringer Anteil der Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen von den bestehenden Ausbildungsangeboten erreicht werde. Daher will das Bündnis „vor Ort jungen Menschen sowie wichtigen Multiplikatoren wie Eltern, Jugendtrainerinnen und -trainern sowie Lehrerinnen und Lehrern verschiedene Berufsfelder vorstellen: aus Handwerk, Handel, Industrie, Verwaltung, Medizin und Sport“, wie Deipenbrock erklärte.  

Dieses Engagement würdigte Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann: „Mit dieser Auftaktveranstaltung zeigt der SC Preußen Münster eindrucksvoll, wie viel Gestaltungskraft im Fußball steckt, wenn es darum geht, jungen Menschen Perspektiven für ihre berufliche Zukunft zu eröffnen. Gemeinsam mit allen Akteuren der Beruflichen Orientierung und Ausbildung werden hier genau die Brücken gebaut, die wir in Nordrhein-Westfalen so dringend brauchen.“ 

Menschen verbinden

Auch Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs zeigte sich angetan von der Zusammenarbeit am Profifußball-Standort: „Der Fußball erreicht Menschen – und genau diese Kraft nutzen wir in Münster, um junge Menschen bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen. ‚Heimspiel Zukunft‘ steht für ein starkes partnerschaftliches Miteinander, das jungen Talenten Türen öffnet und unsere Stadt langfristig stärkt.“  

Im Anschluss an die einleitenden Redebeiträge folgte eine Stadionrallye, bei der die Teilnehmenden an verschiedenen Stationen der Spielstätte Einblicke in unterschiedliche Ausbildungsberufe erhielten. Die Stadt Münster, die Alexianer, die FIEGE Gruppe und die LVM-Versicherung präsentierten sich hierzu als Arbeitgeber und Ausbilder.  

Der bewusst gewählte Standort hatte dabei auch Symbolcharakter: Insbesondere der Umbau des LVM-Preußenstadions verdeutlicht, wie vielfältig die Berufsfelder im fußballerischen Umfeld sind. Davon berichtete Carsten Krieger, Betrieblicher Leiter des LVM-Preußenstadions, den Teilnehmenden, die als Gäste auf der zukünftigen Osttribüne „Probestehen“ durften.   

Nach der Rallye ging es mit einem Panel-Talk zum Thema Ausbildung und Leistungs- und Breitensport weiter. Dabei berichteten der ehemalige Preußentorwart und heutige Metallbauer Dirk Winter, Michael Möller (Orthopädietechniker), Carsten Haack (Stellvertretender Geschäftsführer der Handwerkskammer Münster), Hannah Opitz vom Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen sowie Preußenverteidiger Jano ter Horst von ihren Erfahrungen. In der von Lena Zils moderierten Runde betonte ter Horst, der vor seiner Zeit als fester Bestandteil des Profikaders eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann absolvierte, wie wichtig es sei, dass junge Menschen frühzeitig mit potenziellen Ausbildungsberufen in Kontakt kommen. So sei auch er bereits in jungen Jahren auf seine spätere Ausbildung aufmerksam geworden, die er dank der vorbildlichen Zusammenarbeit seines Arbeitgebers und des SCP erfolgreich abschließen konnte.  

Ein Modell, das künftig häufiger Anwendung finden könnte, denn unter den Teilnehmenden der Auftaktveranstaltung befanden sich auch rund 20 Nachwuchsspieler aus dem Leistungszentrum Münsterland. Damit unterstreicht der SC Preußen sein Bestreben, junge Talente nicht nur sportlich, sondern auch in ihrer beruflichen Entwicklung zu fördern.  

Weitere Aktionen geplant

Mit einem informellen Get-together wurde die Auftaktveranstaltung abgeschlossen. Für die Verantwortungsgemeinschaft „Heimspiel Zukunft“ hat die Arbeit damit jedoch gerade erst begonnen. Dass verdeutlichte auch Deipenbrock, der auf die bereits geplanten Initiativen verwies: Noch in diesem Jahr soll mit dem Format „Blick hinter die Kulissen“ ein neuer Austausch zwischen Ausbildungsbetrieben sowie Schülerinnen und Schülern entstehen. Im kommenden Jahr wird ein „Stadion-Talk“ Auszubildende, Unternehmen und Akteure der beruflichen Orientierung an der Hammer Straße zusammenführen, um Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Zudem plant der Club mit dem „Preußen-Transfermarkt“ eine digitale Jobbörse, auf der sich der starke Sponsorenpool des SCP einbringen und konkrete Ausbildungs- und Berufsangebote präsentieren kann.  

  

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