Die Zeit, die Beine hochzulegen, ist vorbei und das Programm für den SC Preußen Münster im Mai eng getaktet. Alle drei Tage ein Pflichtspiel, mit dem Pokal sind bis zu acht Partien möglich. Für die Adlerträger ist es da wegweisend, den Puls schnellstmöglich wieder auf Betriebstemperatur zu bringen und damit auch den eigenen Rhythmus wieder aufzunehmen. Der 4:0-Heimsieg gegen SV Lippstadt war dafür ein ordentlicher Anfang. Jetzt, drei Tage nach diesem Erfolg, müssen sich die Münsteraner im Heimspiel gegen Fortuna Köln aber steigern, um erneut erfolgreich zu sein. Die Südstädter liegen in der Regionalliga West auf Rang vier, gleich hinter den Preußen. Sechs Punkte – vorbehaltlich eines Nachholspiels – beträgt der Rückstand. „Für uns ist es wichtig, in diesen Spielen gegen starke Gegner zu bestehen. Wir werden das Duell sehr ernst nehmen und haben uns das Ziel gesteckt, auch die Siege einzufahren, die wir in der Hinrunde haben liegen lassen“, verdeutlicht Trainer Sascha Hildmann einmal mehr, auf im Schlussspurt den Fuß nicht vom Gas nehmen zu wollen.

Hinspiel noch im Hinterkopf

Ein zusätzlicher Ansporn bleibt das Hinspiel, dass die Adlerträger im Südstadion mit 0:2 verloren haben. „Das war eine schmerzhafte Niederlage und eines der Spiele, in denen wir nicht so gut waren und kaum Torchancen hatten. Jetzt sind wir fit, gut drauf und freuen uns auf das Rückspiel“, erinnert sich der Fußballlehrer zurück. Beim Wiedersehen wollen es die Preußen besser machen und auch im nächsten Spitzenspiel zeigen, dass sie als Mannschaft gereift sind. Selbstbewusst genug dürften sie sein, 34 Punkte aus den letzten 14 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Doch, Vorsicht Floskel, es geht eben wieder bei 0:0 los und ein Spiel dauert 90 Minuten.

„Fortuna Köln hat eine erfahrene und reife Mannschaft, zudem haben sie vorne mit Roman Prokoph einen sehr guten Stürmer“, hat Sascha Hildmann die Rot-Weißen ausführlich analysiert und weiß auch um die Stärken, die die Kölner mit nach Münster bringen werden: „Sie sind bei Standards stark, entscheiden darüber auch ihre Spiele wenn nötig. Köln kann Regionalliga! Wir müssen aufpassen, dass wir da nicht in unser Verderben rennen.“ Und auch mit Blick auf die nächste Spielzeit traut Hildmann dem Club vom Rhein einiges zu: „Ich erwarte schon, dass sie zur Spitzengruppe gehören werden.“ Fortuna-Trainer Alexander Ende hatte selbst bereits gegenüber RevierSport klargestellt, dass sie „ambitioniert“ sind und nächste Saison „besser abschneiden“ wollen als in diesem Jahr. Alles noch Zukunftsmusik, erstmal zählt die Partie morgen. Zumindest für den eigenen Ehrgeiz, der Zug nach ganz oben ist für beide Seiten abgefahren. Einer, der morgen im Vergleich zum Hinspiel neu mit von der Partie sein wird, ist Ex-Preuße Dominik Lanius. Der großgewachsene Innenverteidiger wechselte im Winter von Drittligist Viktoria Köln an die andere Rheinseite.

Schulze Niehues und Erdogan fehlen

Wiederum einer, der weiter fehlen wird, ist Max Schulze Niehues. Seine Beschwerden an der Hand setzen ihn weiter außer Gefecht, an einen Einsatz ist da leider noch nicht zu denken. Er wird, wie schon am Mittwochabend, von Marko Dedovic vertreten. Darüber hinaus wird, zusätzlich zum pausierenden Jules Schwadorf, auch Okan Erdogan mit Oberschenkelproblemen ausfallen. Immerhin Nicolai Remberg, die gegen Lippstadt mit Schmerzen vorsichtshalber raus musste, hat sich fit gemeldet. „Er hat einen Tritt abbekommen. Er heißt bei uns aber nicht umsonst ‚Rambo‘“, erzählt der Coach mit einem leichten Schmunzeln.

 

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