Viele kennen das Gefühl: Die Schulzeit neigt sich dem Ende entgegen und die Frage nach dem „Was kommt danach?“ wird immer drängender. So erging es im Frühjahr auch Lasse Kaul und Jakob Metze, die sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr beim SC Preußen Münster entschieden haben – und darüber heute mit spürbarer Begeisterung sprechen.
„Ich wollte unbedingt etwas im Bereich Sport machen, aufgrund der hohen Zulassungsbedingungen habe ich mich aber erstmal gegen ein Sportstudium entschieden. Da ich wusste, dass es die Möglichkeiten zu einem FSJ in Profivereinen gibt, habe ich mich beworben und bin glücklicherweise beim SC Preußen gelandet“, erzählt Kaul, der für den Freiwilligendienst aus dem Sauerland nach Münster gezogen ist.
Sein Kollege Metze kommt aus dagegen aus Münster, kennt den Verein gut und will das Jahr zur beruflichen Orientierung nutzen: „Ich wollte mir bewusst Zeit nehmen, um zu überlegen, was ich anschließend machen will. Das FSJ hilft mir dabei enorm.“ Nach etwas mehr als vier Monaten steht für beide fest: Hier sind wir richtig.
Abwechslung und ganz viel Fußball
Dazu trägt auch der abwechslungsreiche Alltag bei. „Keine Woche sieht aus wie die andere, ständig steht etwas Neues an“, so Kaul. Im Mittelpunkt steht dabei organisatorische Arbeit des Leistungszentrums: Trainingsplatzbelegungspläne erstellen, Jugendspieler mit der passenden Ausrüstung versorgen, Abläufe an Spieltagen vorbereiten – Aufgaben, die nicht nur Verantwortung erfordern, sondern auch einen echten Einblick in Vereinsstrukturen geben.
Doch auch das Sportliche kommt nicht zu kurz. Als Teammanager begleitet Kaul die U14 durch die Saison und steht mehrmals in der Woche auf dem Trainingsplatz. Metze unterstützt im Aufbaubereich die Spielanalyse, indem er Videosequenzen für die Trainer vorbereitet. So stünde der Ballsport jederzeit im Vordergrund der Arbeit, wie Metze betont: „Wir sind total nah dran an den ganzen Prozessen im Verein, kriegen viel Inhaltliches von den Trainern mit. Außerdem laufen wir den Profis fast jeden Tag über den Weg, können vom Büro aus das Training beobachten und werden von den Spielern auch persönlich wahrgenommen“, berichtet Metze.
Dem schließt sich Kaul an, der zudem die emotionalen Momente im Berufsalltag betont: „Als Teammanager habe ich mit meiner Mannschaft auch schon den Balldienst bei den Profispielen übernommen. Durch den Spielertunnel zu laufen, die Fans zu hören – das ist schon sehr besonders und werde ich auch nicht so schnell vergessen.“ Diese Erfahrung durfte auch Metze, der bei Heimspielen auch mal bei der Rasenpflege half, schon machen. Der gebürtige Münsteraner erinnert sich zudem an einen weiteren positiven Moment: „Ich war selber von der U12-U17 hier Spieler. Obwohl ich drei Jahre weg war, haben mich sehr viele Leute hier wiedererkannt und mir so ein sehr vertrautes Gefühl zum Start gegeben.“
Ein Weg mit Perspektive
Nachempfinden kann dies sicherlich auch Carl Rosenau, der bis zur U14 ebenfalls für den SC Preußen spielte und vergangene Saison als FSJler fungierte. Heute gehört er als Co-Trainer der U14 fest zum Trainerteam des LZ – ein Beispiel dafür, welche Türen ein FSJ bei den Adlerträgern öffnen kann.
Für alle, die ihre Begeisterung für den Fußball ebenfalls mit einem Jahr voller Einblicke, Verantwortung und persönlicher Entwicklung verbinden wollen, bietet sich bald schon die nächste Gelegenheit: Ab sofort könnt ihr euch über das LSB Stellenportal des FD im Sport bewerben. Das Freiwillige Soziale Jahr findet vom 01.08.2026 bis zum 30.08.2027 statt.



