Nach dem erfolgreichen Stadtderby gegen den TuS Hiltrup am Gründonnerstag (2:1), gab es für die U23 des SC Preußen Münster nur wenig Zeit zum Durchatmen: Denn am Ostermontag stand das nächste Spiel auf dem Programm. In der heimischen LVM-Jugend-Arena setzten sich die Jungadler in einem umkämpften Spiel gegen die Zweitvertretung des SC Verl durch. Das deutliche Ergebnis (4:1) täusche jedoch über den knappen Spielverlauf hinweg, wie Trainer Daniel Feldkamp erklärt: „Es war insgesamt ein sehr schwieriges Spiel. Wir haben alle Facetten unseres Spiels benötigt, sowohl mit als auch ohne Ball, um den Sieg zu holen.“
Die Adlerträger gestalteten den Spielbeginn sehr dominant und belohnten sich früh mit dem ersten Treffer des Nachmittags durch Till Hausotter (9.), der eine Ecke von Leon Kayser verwertete „Wir kamen gut in die Partie, waren die klar die überlegene Mannschaft und konnten viele gute Lösungen gegen das Pressing von Verl finden. Dementsprechend verdient war auch die Führung“, betont Feldkamp. Und die Preußen behielten den Fuß auf dem Gaspedal: Knapp zehn Minuten vor der Pause kombinierten sich die Hausherren aus einem eigenen Abstoß bis vor den Gästekasten, ehe Lukas Herb auf Hausotter querlegte, der seinen zweiten Treffer markierte (35.).
Nach der Pause zeigten dann auch die Gäste aus dem Kreis Gütersloh ihre spielerischen Qualitäten und drängten auf den Anschlusstreffer – diesen besorgte Henry Obermeyer in Minute 54. „Verl wurde in der zweiten Hälfte deutlich stärker und hat uns in einen tiefen Verteidigungsblock gedrängt. Das haben wir nach dem Treffer zum 1:2 auch gut angenommen und kaum mehr Torchancen zugelassen“, sagt Feldkamp. Und so konnten die Adlerträger in der Schlussphase die entstandenen Räume zum Kontern nutzen und in der Nachspielzeit den Deckel auf das Spiel setzen. Erst bestrafte Mikail Demirhan einen Fehler der Verler Hintermannschaft eiskalt zum 3:1 (90.+1), bevor der stark aufgelegte Hausotter nochmal ran durfte. Nach Vorarbeit von Emanuel de Lemos schnürte der Stürmer seinen Dreierpack und stellte so den 4:1-Endstand her (90.+5). Das Trainerteam um Feldkamp und Co-Trainer Yannick Bauer zeigte sich nach Abpfiff erleichtert: „Wir freuen uns sehr über das Ergebnis. Es war eine sehr zufriedenstellende Leistung, vor allem die anstrengende Phase des Verteidigens haben wir gut durchgehalten und wenige Fehler gemacht.“
Für den Unterbau des SC Preußen steht nun abermals nur eine kurze Regenerationsphase an: Bereits am Freitagabend (19.00 Uhr) geht es weiter mit dem nächsten besonderen Spiel. Dann wartet mit der zweiten Mannschaft des DSC Arminia Bielefeld nicht nur eine sportlich spannende Aufgabe, sondern auch ein weiteres Derby, das viel Kampf und Spannung verspricht. Der Tragweite des Duells im Schatten der SchücoArena ist sich auch das Trainer-Duo bewusst: „Das Spiel Preußen Münster gegen Arminia Bielefeld hat immer eine hohe Brisanz. Wir erwarten ein hochintensives Spiel, in dem beide Mannschaften gerne viel Ballbesitz haben wollen. Das wird eine Partie auf ganz hohem Oberliga-Niveau, da beide Teams sehr starke Spieler auf dem Platz haben werden. Wir fahren sehr motiviert und sehr selbstbewusst nach Bielefeld. Wir wollen uns das freie Wochenende verdienen – mit einem Sieg im Nacken kann man das dann umso mehr genießen.“
Text: Linus Otte



