Am Samstag (14 Uhr) ist es wieder soweit: Der SC Preußen 06 e.V. Münster empfängt im Preußenstadion den VfL Osnabrück zum heißersehnten Derby. Im Hinspiel konnten die Adlerträger das Spitzenspiel in der Osnatel-Arena durch ein Tor von Erik Zenga mit 1:0 für sich entscheiden und blieben damit auch im sechsten Aufeinandertreffen mit dem VfL unbesiegt. Diese Serie will der Adlerklub natürlich ausbauen und geht mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Dabei steht die Begegnung unter dem besonderen Motto „Westfälischer Frieden – gemeinsam gegen Gewalt“, mit dem sich sowohl die Lilaweißen als auch der SC Preußen gegen jegliche Art von Gewalt, Rassismus und Diskriminierung im Stadion aussprechen. „Man kann nicht oft genug auf dieses Thema hinweisen. Wir wollen ein rassiges Derby auf dem Feld, bei dem die Fanlager ihre Mannschaften durch Gesänge und Choreografien anfeuern. Die Rivalität soll jedoch auch auf dem Platz bleiben“, begrüßte SCP-Sportvorstand Carsten Gockel auf der gemeinsamen Pressekonferenz am Verbindungspunkt der beiden Städte, dem Flughafen Münster/Osnabrück, die gemeinsame Aktion.

"Westfälischer Friede - Gemeinsam gegen Gewalt"Eine Aktion mit Preußen Münster und dem VfL OsnabrückTrainer Ralf Loose kündigt keine großen Veränderungen in der Personalplanung an: „Alle Spieler sind einsatzfähig und ich habe annähernd den gleichen Kader wie in der vergangenen Woche zur Verfügung. Lediglich Dominik Schmidt wird wieder in die Startformation rücken. Simon Scherder hat seine Sache gegen Dynamo Dresden sehr gut gemacht, dennoch kehrt mit Schmidt unser Abwehrchef zurück, was sehr wichtig für uns ist.“ Max Schulze Niehues wird höchstwahrscheinlich also auch gegen den VfL Osnabrück wieder das Tor der Adlerträger hüten.

Preußen erwarten ein rassiges Duell

Für Coach Loose ist die Partie ein Spiel zweier Spitzenteams auf Augenhöhe, bei dem alles möglich ist. „Die Tabellensituation ist bei einem solchen Derby uninteressant. Die Karten sind neu gemischt und es geht bei 0:0 los. Wir erwarten ein spannungsgeladenes und rassiges Derby, bei dem es darauf ankommt, von Beginn an hochkonzentriert zu sein“, schätzt der 52-jährige die Begegnung ein. Der Fußballlehrer weiß dabei über die Stärken der Gäste Bescheid und hat großen Respekt vor den Niedersachsen: „Wir treffen auf ein sehr gutes Team mit treffsicheren Angreifern. Darüber hinaus ist die Mannschaft gespickt mit erfahrenen und spielstarken Akteuren. Kleinigkeiten und die bessere Tagesform werden am Wochenende spielentscheidend sein.“

Dennoch freut sich der Übungsleiter auf das Derby und gibt sich zuversichtlich: „Die Begeisterung ist groß, auch unter den Fans. Im Stadion wird wieder eine tolle Kulisse herrschen. Nach dem Sieg gegen Dresden, über den wir sehr froh sind, wollen wir nun natürlich nachlegen. Wir gehen mit viel Selbstvertrauen in die Partie und wollen die drei Punkte im Münsterland behalten.“ Dabei könnte den Adlerträgern die eigene Heimstärke erneut zugutekommen, denn die letzte Niederlage im eigenen Stadion mussten die Schützlinge von Ralf Loose am ersten Spieltag beim 3:4 gegen Hansa Rostock hinnehmen. Ebenfalls nahm an der Pressekonferenz auch jeweils ein Spieler vom VfL und vom SCP mit einer Vergangenheit beim anderen Team teil. So kam auf Preußenseite Benjamin Siegert zu Wort und verlor einige Sätze zum Spitzenspiel im Preußenstadion. „Vor dem Spiel wird es ein paar Handshakes geben, danach ist die Freundschaft vorübergehend vorbei. Ich werde alles geben, um etwas zum Sieg beitragen zu können. Addy Menga wünsche ich für heute alles Gute – für morgen nicht mehr“, ist auch Siegert voller Vorfreude und konnte sich einen kleinen Seitenhieb gegen sein Pendant Addy Menga, der als Akteur der Lilaweißen die Pressekonferenz besuchte, nicht verkneifen.

Des Weiteren öffnen am Spieltag die Tageskassen um 12 Uhr, um auch die letzten 800 Karten (Stand Freitag 15 Uhr) an den Fan zu bringen. Die Tickets werden jedoch nur an Einwohner aus dem Postleitzahlgebiet 48*** und gegen Vorlage eines gültigen Personalausweises ausgehändigt.

Und so könnten die Adlerträger spielen: Schulze Niehues – Schöneberg, Schmidt, Heitmeier, Schulz – Truckenbrod, Bischoff – Siegert, Piossek, Kara – Reichwein

Wie gewohnt, berichten wir live in unserem Liveticker. Gerne weisen wir auch nochmal auf unsere Freunde vom Fanradio „Mottekstrehle“ hin, die ebenfalls die Partie live im Radio kommentieren. Der WDR bietet auf sportschau.de einen Livestream an. 

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