Das erste Auswärtsspiel im Jahr 2026 führt die Adlerträger zum viertplatzierten SC Paderborn. Mit 97 Kilometern Entfernung steht demnach eine der kürzeren Anfahrtswege für den SC Preußen und seine Anhänger bevor. Die Gästetickets waren innerhalb weniger Minuten vergriffen, 1.536 Münsteraner begleiten die Schwarz-Weiß-Grünen am Sonntag (13:30 Uhr) in die Home-Deluxe-Arena, um ihre Mannschaft bei der Jagd nach den ersten Rückrundenpunkten zu unterstützen. Die Auftaktniederlage gegen Karlsruhe? Spielt keine Rolle mehr. „Die Jungs haben sich natürlich massiv geärgert, dass sie sich nicht belohnt haben“, sagt Cheftrainer Alexander Ende, betont aber zugleich: „Wir reden hier aber über nichts, was wir nicht können. Wir müssen die Chancen und Momente, die wir im Spiel haben, konsequenter für uns nutzen. Das haben wir im Training noch mehr begleitet und eingefordert. Auch mal den ersten Abschluss zu nehmen, sich das ins Bewusstsein zu rufen.“ Nach einer guten Trainingswoche blickt Ende zuversichtlich auf die Partie in Paderborn: „Zweifel habe ich in dieser Mannschaft noch nie wahrgenommen, der Glaube ist groß. Wir haben das nötige Selbstvertrauen, um zu wissen, dass wir auch bei so einem Spitzenteam bestehen und punkten können.“
Ein gutes Beispiel dafür stellt das Hinspiel dar, als die Adlerträger gegen die Schwarz-Blauen nach einem 0:1-Rückstand zurückkamen und nach feiner Vorarbeit von Rico Preißinger durch Jano ter Horst ausglichen. Den ersten Punktgewinn der Saison verteidigte das Team von Alexander Ende mit einem stark aufgelegten Johannes Schenk leidenschaftlich bis zum Schluss. Für die damaligen Gäste war es hingegen der bereits vierte Zähler. Die Mannschaft von Ralf Kettemann – vor der Saison von der U19 des Karlsruher SC an die Lippe gewechselt – brauchte im Anschluss jedoch etwas Zeit, um so richtig Fahrt aufzunehmen. Nach der ersten Niederlage gegen Düsseldorf am 3. Spieltag (1:2) und einem torlosen Remis in Nürnberg legten die Ostwestfalen eine beeindruckende Serie von acht Siegen in Folge hin. Das Resultat: die Tabellenführung nach zwölf Spieltagen. Diese verlor Paderborn jedoch wieder, nachdem sie ausgerechnet in den Topspielen gegen Hannover (0:2), auf Schalke (1:2) und gegen Elversberg (1:2) jeweils den Kürzeren zogen. Vor Weihnachten stabilisierte sich die Kettemann-Elf allerdings wieder mit einem 4:0-Auswärtssieg in Karlsruhe und einem 2:2-Unentschieden gegen Darmstadt, sodass die Ostwestfalen trotz der 0:2-Niederlage in Kiel vergangene Woche mit nur einem Punkt Rückstand auf den direkten Aufstiegsplatz schielen.
Um die Qualität der spielerisch stark auftretenden Gastgeber weiß auch Preußencoach Ende bestens Bescheid: „Sie haben uns im Hinspiel gezeigt, was sie können, wenn man sie in Ruhe Fußball spielen lässt. Sie kreieren viele flexible Aufbausituationen und haben einen Torwart, der gut mitspielen kann. Da ist es wichtig, dass wir unser Spiel auf den Platz kriegen, kurze Anlaufwege haben und Druck auf den Ball bekommen.“
Personell müssen die Preußen auf Innenverteidiger Paul Jaeckel, der nach seiner Roten Karte gegen den KSC für ein Spiel gesperrt ist, verzichten. Neben den am Kreuzband verletzten Antonio Tikvic, Simon Scherder und Malik Batmaz stehen auch Joshua Mees, Lars Lokotsch, Luca Bolay, Oscar Vilhelmsson und Leon Tasov weiterhin nicht zur Verfügung. Was unser Chefcoach noch zu sagen hat, könnt ihr bei nullsechs.TV kneistern.



