Nicht nur für die treuesten Anhänger des SCP gehört es längst zur Routine, auf dem Weg zum Auswärtsspiel der „Linie 1906“ auf der Autobahn zu begegnen. Seit mittlerweile 17 Jahren organisieren Raimund und Sabine Plieth mit ihrem Team die beliebten Busfahrten zu den Spielen der Adlerträger und haben von der Regionalliga bis zur 2. Bundesliga bereits zahlreiche Spielstätten in ganz Deutschland angesteuert.  

„Wir wollen damit kein Geld verdienen, sondern unterhaltsame Auswärtsfahrten organisieren, die auch für soziale benachteiligte Fans erschwinglich sind“, erklärt Raimund Plieth das Selbstverständnis der Linie 1906, das sich darüber hinaus über eine weitere zentrale Komponente definiert: „Wir sind alle sozial angehaucht und wollen immer auch einen guten Zweck erfüllen.“ Ein Anspruch, dem die Leitung mit der jährlichen Saisonspende mehr als gerecht wird. So auch in diesem Jahr: Insgesamt 5000 Euro überreichte die Linie 1906 vor dem Heimspiel gegen den SV Darmstadt an den Verein „für nierenkranke Kinder e.V.“.   

„Darauf können wir alle stolz sein. Denn am Ende geht es um viel mehr als Fußball – es geht um Zusammenhalt, Herz und darum, Menschen zu helfen, die jeden Tag ihren eigenen schweren Kampf bestreiten. Unsere Anhänger haben bewiesen, dass die Preußen-Fans nicht nur laut auf den Rängen, sondern auch riesengroß im Herzen sind“, bedankt sich Raimund Plieth bei den Anhängern, deren Unterstützung einen derartigen Betrag überhaupt erst ermöglicht habe.  

Denn die Summe setzt sich nicht nur aus Überschüssen des Getränkeverkaufs bei den Fahrten zusammen, sondern vor allem aus Spenden der mitreisenden Fans. Auf jeder Fahrt ist das Sparschwein „Lienchen“ mit an Bord, während Raimund und Sabine insbesondere neuen Mitfahrenden die jeweiligen Spendenzielenäherbringen. Diese variierten in den vergangenen Jahren immer wieder: Vom Bundesverband Kinderrheuma e.V. bis hin zu diversen Corona-Hilfsprojekten wurden bereits einige soziale Einrichtungen unterstützt, die Sabine Plieth – beim SCP auch als Präventionsbeauftragte tätig – auch immer persönlich besucht.   

So nun auch der Verein „für nierenkranke Kinder e.V.“, der niereninsuffiziente, dialysepflichtige und nierentransplantierte Kinder und Jugendliche sowie derenFamilien betreut. Dieses Anliegen unterstützte die Linie 1906 schon im Vorjahr mit 3.800 Euro. Von der Summe der diesjährigen Spendensumme seien die Verantwortlichen jedoch „überwältigt“ gewesen, berichtet Raimund Plieth. „Die Einrichtung organisiert alle zwei Jahre einen gemeinsamen Urlaub auf Norderney, bei der die Kinder sowie Familien etwas Ablenkung vom Alltag erhalten. Sowas finden wir super, es funktioniert aber auch nur auf Spendenbasis“, fügt Plieth an.  

Dass sich die Fans des SC Preußen in dieser Form engagieren, hält Plieth nur für selbstverständlich: „Der Verein hat ein tolles Leitbild entwickelt, in dem auch die soziale Verantwortung fest verankert ist. Für uns gilt: So ein Leitbild darf nicht nur entworfen, sondern muss gelebt werden.“ Ein Credo, dass die Linie 1906 auf vorbildliche Weise verinnerlicht hat.  

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