Die Niederlage gegen Kaiserslautern ist abgehakt, das nächste Spiel rückt in den Fokus – und damit auch die Jagd auf wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. „Ich weiß, was diese Mannschaft kann und dass sie in allen Facetten eine richtig gute Truppe ist, auch wenn uns zuletzt in dem einen oder anderen Bereich die nötige Konstanz gefehlt hat. Die Arbeitsmoral stimmt zu 100 Prozent“, betont Preußen-Trainer Alexander Ende den starken Charakter seiner Elf, die noch auf den ersten Sieg im neuen Jahr wartet. Auch dessen ist sich Ende bewusst: „Wir müssen diesen Ergebnisbock umstoßen.“ Dafür könnte es wohl kaum einen besseren Zeitpunkt geben als am Sonntag (13:30 Uhr), wenn die Adlerträger beim Konkurrenten Eintracht Braunschweig zu Gast sind.  

Dabei ist der Braunschweiger Turn- und Sportverein Eintracht, der aktuell mit 25 Punkten den 13. Tabellenplatz belegt, im Abstiegskampf durchaus erprobt. Nach der Rückkehr ins Fußballunterhaus im Jahr 2022 gelang den Löwen dreimal in Folge der Klassenerhalt kurz vor Schluss, in der vergangenen Saison sogar auf dramatische Weise in der Verlängerung der Relegation gegen den 1.FC Saarbrücken. Unter dem neuen Trainer Heiner Backhaus lebte bei den Niedersachsen nach ihrem vielversprechenden Saisonstart die Hoffnung auf eine ruhigere Spielzeit, der Abstiegskampf wurde, wie bei so vielen Teams in dieser 2. Bundesliga, aber wieder zum Alltag. Nach 13 Spieltagen lagen die Löwen sogar auf dem vorletzten Tabellenplatz, verschafften sich aber noch vor Weihnachten wichtige Luft: In den letzten vier Hinrundenspielen verdoppelte die Eintracht ihre bisherige Ausbeute von 10 auf 20 Punkte und überwinterte so über dem Strich.

Es folgte ein unruhiger Winter, in dem zunächst Kapitän Sven Köhler von Bord ging (Grasshoppers Zürich) und anschließend auch der pfeilschnelle Christian Conteh (vier Tore, drei Vorlagen) nach Heidenheim wechselte. Insgesamt sieben Spieler verließen den Verein – ebenso viele verpflichteten die Löwen im Gegenzug. Darunter die Angreifer Jovan Mijatovic und Farid Alidou, die auf Leihbasis von New York City FC bzw. dem 1.FC Kaiserslautern an die Hamburger Straße wechselten. Im neuen Jahr verpasste es die Backhaus-Elf, den Schwung aus dem starken Hinrundenfinale mitzunehmen: Fünf Punkte sammelten die Niedersachen in den sechs Partien, darunter ein 1:0-Sieg gegen den Karlsruher SC am 20. Spieltag.  

Bei den kommenden Gastgebern hat sich abseits des Personals auch die Spielweise leicht verändert, wie Alexander Ende erkennt: „Der Ball geht nicht mehr ganz so häufig in die Luft. Es sind viel mehr Sequenzen vorzufinden, in denen sie etwas spielerisch vorbereiten.“ Grundsätzlich bleibe die Marschroute der Blau-Gelben jedoch „zweikampfbasiert und körperlich“, wie Ende anfügt: „Es wird viele Duelle in der Luft geben und viel um den zweiten Ball gehen.“ Dafür wurden in der Trainingswoche die Weichen gestellt. Das Spiel gegen den Ball, Verantwortung auf dem Platz sowie die Entwicklung einer positiven Grundhaltung standen auf dem Plan, um am Wochenende mit voller Energie wichtige Punkte einzufahren und in der Tabelle an den Braunschweigern vorbeizuziehen.   

Dabei muss das Trainerteam weiterhin auf die Kreuzbandpatienten Antonio Tikvic, Simon Scherder und Malik Batmaz sowie Luca Bolay, Lars Lokotsch und Tobias Raschl verzichten, der sich gegen den 1.FC Kaiserslautern eine Sprungverletzung zuzog. Des Weiteren fällt Marvin Benjamins krankheitsbedingt aus. Einen leichten Infekt erlitten unter der Woche auch Zidan Sertdemir und Marvin Schulz. Sie sind zurück im Training, ihr Einsatz aber noch fraglich. Derweil haben Mikkel Kirkeskov, Joshua Mees, Oscar Vilhelmsson und Marcel Benger wieder mittrainiert und sind damit wieder eine Option für den Kader. Zudem kehrt Kapitän Jorrit Hendrix ins Aufgebot zurück.  

Mit mehr als 2.000 Preußenfans geht es am Sonntag in Richtung Eintracht-Stadion, rund 200 Tickets sind noch an der Tageskasse erhältlich. Für Paul Jaeckel ist es derweil die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Bei nullsechs.TV könnt ihr reinhören, was unser Innenverteidiger vor dem Wiedersehen zu sagen hat.  

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