Eine anspruchsvolle, emotionale und letztlich auch enttäuschende Saison liegt hinter dem SC Preußen Münster – mit einer letzten Aufgabe am Sonntag bei der SV Elversberg, die noch den großen Traum vom erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga verfolgt. Das genaue Gegenteil begleitet die Adlerträger: Durch das 1:1 gegen den SV Darmstadt aus der Vorwoche ist der Abstieg in die 3. Liga vor dem letzten Spieltag bereits besiegelt. Ein Rückschlag, den Cheftrainer Alois Schwartz die ganze Woche beschäftigt hat: „Preußen Münster ist ein toller Verein, der lebt. Es war in den sechs Wochen, die ich hier war, immer ein respektvoller Umgangmiteinander. Deshalb tut es mir für den Club, die Fans und die Mitarbeiter leid, dass es runtergeht“, sagt Schwartz, der am Sonntag (15:30 Uhr) in Elversberg zum letzten Mal auf der Preußenbank sitzen wird. Wie der Verein bereits bekanntgegeben hat, wird die Zusammenarbeit mit dem Fußballlehrer nach der Saison nicht fortgesetzt.   

Einen lauen Abschiedskick am 34. Spieltag sollte dennoch niemand erwarten. Für das Auswärtsspiel in der URSAPHARM-Arena an der Kaiserlinde will Schwartz „nach einem enttäuschenden Tag noch einmal alle Kräfte bündeln, um unserem Anspruch, dem des Vereins und der Liga gerecht zu werden.“ Schließlich kann der Gegner „ein großes Ziel erreichen“, wie der Preußencoach betont. Als Tabellenzweiter hat die Sportvereinigung Elversberg den erstmaligen Bundesligaaufstieg der Vereinsgeschichte in der eigenen Hand. Mit 59 Punkten liegt die SVE ist zwar gleichauf mit den beiden Verfolgern aus Hannover und Paderborn, verfügt jedoch übereine deutliche bessere Tordifferenz (+22) gegenüber den Niedersachsen (+16) und Ostwestfalen (+12). Die Konkurrenz im Aufstiegsrennen ist somit auf Schützenhilfe des SCP angewiesen, der sich in erster Linie würdig aus der 2. Bundesliga verabschieden will.  

Entsprechend viel Wucht und Qualität wird den SCP im Saarland erwarten, das weiß auch Schwartz: „Elversberg ist sehr spielstark, hat die meisten Tore der Liga geschossen (A.d.R.: 61) – wir wissen, was uns erwartet.“ Hinzu kommt eine für diese Saison beinahe schon symptomatische Personalsituation, wonach insgesamt zwölf Spieler sicher ausfallen werden: Neben den drei Kreuzbandpatienten fehlen Mikkel Kirkeskov (Sprunggelenk), Marcel Benger, Rico Preißinger, Etienne Amenyido (Achillessehnenprobleme), Marvin Schulz (Knie) sowie Marvin Benjamins verletzt. Darüber hinaus ist das Trio um Jannis Heuer, Torge Paetow (zehnte bzw. fünfte Gelbe Karte) und Jorrit Hendrix (Rote Karte) gesperrt. Ein kleiner Lichtblick ist dagegen die Rückkehr von Jano ter Horst, der nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung steht.   

Ein starker Gegner, eine sportlich wie personelle schwierige Ausgangslage: Das vorerst letzte Zweitligaspiel wird für den SC Preußen zu einer enormen Herausforderung. Einer Herausforderung, die Schwartz jedoch annimmt wie jedes andere Spiel auch: „Wir werden uns bestmöglich auf das Spiel vorbereiten und hinfahren, um mutig aufzutreten und unser bestes Gesicht zu zeigen. Diese Liga ist so eng, deswegen ist für uns auch dort etwas möglich.“  

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