Richtungsweisende Wochen stehen bevor, wenn der SC Preußen auf vier direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt trifft. Den Auftakt macht am Sonntag (13:30 Uhr) das Auswärtsspiel beim Tabellendreizehnten SG Dynamo Dresden, die wie der SCP bei 26 Punkten steht. Vieles spricht demnach für eine enge Partie. Umso wichtiger ist es, dass sich die Personallage bei den Adlerträgern weiter entspannt. Abgesehen von den drei Kreuzbandpatienten fallen lediglich Lars Lokotsch und Luca Bolay verletzungsbedingt aus. Dafür steht Innenverteidiger Paul Jaeckel nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder zur Verfügung.  

Doch zunächst ein kleiner Rückblick auf den vergangenen Spieltag: Bitterer hätte das Heimspiel gegen Hertha BSC (1:2) nicht enden können. In der Nachspielzeit mussten die Schwarz-Weiß-Grünen den späten Nackenschlag hinnehmen, als die Berliner einen perfekt ausgespielten Konter vollendeten. „Es lag nicht daran, dass wir zu viel Gier hatten. Die Balance zwischen dem Spiel auf Sieg und der nötigen Absicherung war gut“, stellt Trainer Alexander Ende klar und ergänzt: „Es hat im Nachgang viel Wut und Frust gegeben. Das Spiel hat uns aber wieder viel gezeigt. Auch wenn nicht alles perfekt war:  So wie wir die zweite Halbzeit angegangen sind, haben wir die Chance, Spiele zu gewinnen. Wir wollen schnell aus den Fehlern lernen und die Energie aus dem Zweiten Durchgang mitnehmen.“  

Ein einfaches Unterfangen wird das in der sächsischen Landeshauptstadt allerdings nicht. Das im Heimbereich ausverkaufte Rudolf-Harbig-Stadion hat sich schon einige Male als Zwölfter Mann hinter den Schwarz-Gelben erwiesen, eine hohe Lautstärke ist zu erwarten. Zudem befindet sich der kommende Gegner im Aufwind. „Sie haben ein Momentum erwischt, das dazu geführt hat, dass ihre Brust immer breiter geworden ist“, ordnet Ende die aktuelle Situation rund um die Mannschaft von Thomas Stamm ein. Aus den bisherigen acht Rückrundenspielen holte Dynamo 13 Punkte – genauso viele wie in der gesamten Hinserie.    

„Das Vertrauen in ihre Abläufe ist sichtbar. Sie sind herausragend bei Spielverlagerungen“, betont der Preußencoach, der allerdings noch nicht verrät, wie er die Dresdner Spielstärke unterbinden will: „Ein Mann-gegen-Mann-Pressing kann sinnvoll sein. Es ist aber auch möglich aus einer anderen Struktur viel Power zu entwickeln und dem Gegner die freien Füße wegzunehmen.“ Klar ist aber: Die Adlerträger wollen sich wieder mehr Spielanteile erarbeiten – etwas, das zuletzt gegen Hertha vor allem im ersten Durchgang (40 % Ballbesitz) zu selten gelang. „Wir fahren nicht nach Dresden, um 60 bis 70 Prozent des Spiels hinterherzulaufen und auf unsere Möglichkeiten zu lauern. Wir wollen in dem Bereich stark sein, in dem wir über weite Teile der Saison stark waren – und das ist, eine gewisse Dominanz auf den Platz zu bringen“, sagt Ende.  

Unterstützt wird seine Mannschaft dabei von etwa 1.600 bis 1.700 Anhängern, die sich den weiten Weg in Richtung Elbflorenz machen werden. Dort lief einst auch Oliver Batista Meier für die SGD auf. Was unser Stürmer vor der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte zu erzählen hat, erfahrt ihr bei nullsechs.TV.  

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