„Der Abstieg mit Preußen Münster hat mich emotional sehr mitgenommen und ich brauchte Zeit, um das für mich zu verarbeiten“, beschreibt Rico Preißinger ganz offen seine Gedanken nach dem feststehenden Abstieg der Adlerträger Mitte Mai, als es trotz des Interesses seitens des Vereins zunächst gar nicht zu Vertragsverhandlungen kam. Die Wertschätzung füreinander blieb davon unberührt und der Kontakt riss seitdem nicht ab. Nach ehrlichen Gesprächen, etwas Zeit und mit einem klaren Blick nach vorne, kann heute die Verlängerung von Rico bei Preußen Münster verkündet werden.
„Mit etwas Abstand habe ich gespürt, dass ich hier in Münster alles habe, was mir wichtig ist. Die Wertschätzung der Fans und der Menschen im Verein habe ich an keiner meiner vorherigen Stationen so gespürt. Nach den Gesprächen mit den Verantwortlichen und dem neuen Trainer reifte der Entschluss, dass ich hier weiter anpacken und an erfolgreiche Zeiten anknüpfen möchte. Gleichzeitig weiß ich, wie herausfordernd diese 3. Liga sein wird. Ich freue mich sehr darauf und werde weiter alles für den Club geben“, so der 29-Jährige.
„Rico ist ein echter Kulturträger in unserer Mannschaft. Er steht für bedingungslosen Einsatz und Teamgeist, die für unseren Verein und unsere Mannschaft von großer Bedeutung sind. Er hat nach der Saison diesen Abstand gebraucht, um seine Zukunft in Ruhe zu bewerten. Wir sind aber immer im Kontakt geblieben und in den Gesprächen ist deutlich geworden, dass er sich dem Verein weiterhin sehr verbunden fühlt und auch aus voller Überzeugung die kommenden Aufgaben mit uns gemeinsam angehen möchte. Wir freuen uns, Rico weiterhin an Bord zu haben. Mit seinen fußballerischen Qualitäten, seiner Erfahrung und seinem Charakter wird er unsere Mannschaft weiterhin bereichern und für die kommenden Aufgaben stabilisieren“, sagt Sportdirektor Jan Uphues.
Der im bayerischen Münchberg geborene Preißinger wurde in der Jugend beim 1. FC Nürnberg ausgebildet und etablierte sich dann beim VfR Aalen als Drittligaspieler. Es folgten Stationen beim 1. FC Magdeburg und beim FC Ingolstadt in der 2. Bundesliga und in der 3. Liga. Im Sommer 2023 wechselte er schließlich an die Hammer Straße und lief 82-mal mit dem Adler auf der Brust auf. 83 Partien, darunter 49 Partien in der 2. Bundesliga, 28 in der 3. Liga sowie jeweils drei Einsätze im DFB- und im Landespokal stehen dabei zubuche. 2024 gelang ihm mit dem SCP der Aufstieg in die 2. Bundesliga.



