Der SC Preußen Münster arbeitet weiter intensiv an der Aufarbeitung des Zwischenfalls, der sich am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen Hertha BSC im LVM-Preußenstadion ereignete. Ein Zuschauer aus dem Heimblock konnte sich unrechtmäßig Zutritt zum Innenraum verschaffen und dort eine Kabelverbindung zur Stromversorgung des VAR-Monitors, der sich auf Höhe der Mittellinie befindet, trennen. In der regelmäßig stattfindenden Spieltags-Nachbearbeitung, an der Vertreter der Spieltagsorganisation, des Sicherheitsdienstes, der Veranstaltungsleiter, der Sicherheitsbeauftragte, die Fanbetreuung, die Stadiontechniker und die Geschäftsführung beteiligt sind, wurden das vorliegende Videomaterial und Augenzeugenberichte analysiert. Wichtige Erkenntnisse konnten gewonnen, der Täter aber noch nicht ermittelt werden.

Der gesamte Vorfall dauerte den Videoaufnahmen zufolge nur wenige Sekunden. Das Ziehen des Stromsteckers erfolgte extrem schnell und zielgerichtet. Der in diesem Bereich postierte Ordner und die Mitarbeiter des technischen Dienstleisters hatten leider keine Möglichkeit, die Situation in der Kürze der Zeit zu erkennen und darauf zu reagieren. Deutlich widersprechen müssen wir der Behauptung des Sportinformationsdienstes (SID), auf die sich unter anderem der Kicker und die BILD Zeitung berufen, wonach die Stromversorgung eines gesamten Tribünenbereichs gekappt worden wäre. Nachweislich wurde nur ein zum Monitor führendes Stromkabel getrennt. Durch Einstecken des Kabels konnte der Fehler unmittelbar behoben werden, allerdings das getrennte Kabel nicht sofort als Ursache des Ausfalls des Monitors ausgemacht werden. Ein Schaden an den technischen Geräten entstand nicht.

Unmittelbar nach dem Vorfall wurde das gesamte VAR-Setup am Marathontor, welches im Sommer 2024 in enger Abstimmung mit allen beteiligten Dienstleistern und der Produktionsfirma installiert und seither auch unverändert und ohne Beanstandungen betrieben wurde, durch zusätzliches Ordnerpersonal gesichert. Mit einer solchen Sabotage-Aktion hatten weder der Club noch die mit der Bereitstellung des VAR-Monitors betrauten Partner gerechnet. Auch zukünftig wird dieser Bereich mit zusätzlichen Kräften gesichert, zudem prüft der SC Preußen Münster weitere technische und organisatorische Schutzmaßnahmen.

Ausdrücklich entschuldigen möchte sich der SC Preußen Münster bei Videoassistentin Katrin Rafalski, Hauptschiedsrichter Felix Bickel und dem mit der Bereitstellung des VAR-Signals betrauten Dienstleister, die durch den Zwischenfall in eine von ihnen nicht zu verantwortende schwierige Lage versetzt wurden und schließlich den Regularien entsprechend gehandelt hatten.

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