Zum zweiten Mal in dieser Saison sind die Adlerträger wieder an einem Samstag im Einsatz, wenn sie am 4. Spieltag „anne Castroper“ zu Gast sind. Die Tour zum VfL Bochum ist dabei mit 78 Kilometern die zweitkürzeste Auswärtsfahrt der Saison und die Partie gleichzeitig nach 55 Jahren das Wiedersehen in der Liga. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf das Duell mit den Blau-Weißen, die die Preußen, jedenfalls abseits des Platzes, mit offenen Armen empfangen werden. „Uns erwartet dort eine coole Atmosphäre und ein echter Traditionsclub, der mit Ambitionen in die Saison geht. Sie sind ein Top-Gegner. Trotzdem fahren wir dorthin, um etwas mitzunehmen“, sagt Cheftrainer Alexander Ende vor der Partie. Anstoß am Samstag ist um 13 Uhr.

Ein Blick auf die Historie des VfL zeigt, warum es den direkten Vergleich so lange nicht mehr gegeben hat. Von 1971 bis 1993 waren die Bochumer durchgängig Bundesligist, später pendelten sie häufiger zwischen der 2. Bundesliga und dem Oberhaus. Am Ende der letzten Saison stand nach vier weiteren Bundesliga-Jahren der erneute Abstieg in die zweite Liga fest. Das Ziel auf Sicht: Den achten Aufstieg in die Bundesliga realisieren. „Natürlich haben sie Ausfälle, aber ihre erste Elf ist trotzdem eine Top-Mannschaft in der Liga“, betont Ende mit Blick auf den Kader. In diesem Sommer hat vor allem ein großer Umbruch das Bild des VfL geprägt. Die Aufgabe, das Team zu formen und durch die 2. Liga zu führen, hat weiterhin Trainer Dieter Hecking, der im November letzten Jahres das Amt übernommen hatte. Dazu bilden erfahrene Spieler wie Neuzugang Kevin Vogt, Matus Bero und Gerrit Holtmann das qualitativ hochwertige Gerüst. Gestartet sind sie mit einer 1:4-Niederlage in Darmstadt, einem 2:0-Heimsieg gegen Elversberg und einer 1:2-Niederlage auf Schalke.

Die Preußen blicken auf eine extrem fordernde letzte Woche zurück. Erst am Montagabend die 120 Minuten im Pokal, am Freitag dann schon das Ligaspiel gegen Nürnberg. „Da haben wir sensationelle 124 Kilometer zurückgelegt – und das nach den 120 Minuten im Pokal. Aber das gehört auch dazu: Nur schönen Fußball spielen kann nicht der Weg sein. Es wird auch Phasen geben, in denen wir leiden müssen. Das hat die Truppe gemacht und immer nochmal die Energie gefunden, um die letzten Meter zu machen. Das hat Charakter“, betont Ende, der anfügt: „Entsprechend haben die zwei freien Tage danach gutgetan. Es waren Jungs dabei, die gegen Nürnberg zum Schluss echt auf dem Zahnfleisch gegangen sind. Die Frische ist jetzt zurück im Körper.“ Ohnehin war es eine „sehr, sehr gute Trainingswoche“, wie der Coach betont. Geholfen hat da natürlich auch positive Push nach dem 2:1-Heimsieg. „Man kann viel erzählen, dass man auf einem guten Weg ist, dass Dinge sich entwickeln. Die besten Argumente sind immer die drei Punkte. Wenn wir merken, dass unsere Themen in die Umsetzung kommen und wir den Lohn dafür ernten, das wird uns in den nächsten Wochen helfen.“

Zurück im Training ist auch Angreifer Oscar Vilhelmsson. „Wir freuen uns, dass er wieder dabei ist. Er hat nach seiner Ausfallzeit aber noch keine ganze Woche trainiert und braucht noch Zeit. Wir wollen ihn behutsam aufbauen. Ich hoffe, dass er nächste Woche im Testspiel 30 bis 45 Minuten sammeln kann“, so Ende. Weiterhin ausfallen werden Antonio Tikvic und Marcel Benger. Auch für Leon Tasov und Jakob Korte kommt ein Einsatz zu früh, hinter Etienne Amenyido steht noch ein Fragezeichen. Was der Coach vor dem Auswärtsspiel beim VfL Bochum noch sagt, könnt ihr bei nullsechs.TV kneistern.

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