Am Sonntagnachmittag ist der SC Preußen Münster noch einmal gefordert und möchte sich im Sinne eines fairen Wettbewerbs beim Tabellenzweiten SV Elversberg mit einer couragierten Leistung und einer klaren Haltung aus der 2. Bundesliga verabschieden. Schon vor der Partie steht fest, dass es für Alois Schwartz der letzte Einsatz als Preußentrainer sein wird. In einem von gegenseitiger Wertschätzung und großem Respekt geprägten Austausch kamen beide Seiten zu dem Entschluss, die Zusammenarbeit in der 3. Liga nicht fortzusetzen, um für den Sportclub ein neues Kapitel aufzuschlagen.
„Alois hat sich trotz der sehr schwierigen Ausgangslage und der Kürze der Zeit mit großer Überzeugung zum SC Preußen Münster bekannt. In einer sehr herausfordernden Situation hat er sich voll und ganz mit dieser Aufgabe und dem Club identifiziert und der Mannschaft mit seiner Ruhe und seiner Erfahrung wieder die nötige Stabilität und Sicherheit verliehen. In der Konstellation mit Kieran Schulze-Marmeling und Jannis Hohenhövel wurde wertvolle Arbeit geleistet, auch wenn die für den Klassenerhalt erforderlichen Ergebnisse am Ende aus unterschiedlichsten Gründen ausblieben. Wir blicken mit großer Wertschätzung auf die Zusammenarbeit mit Alois Schwartz“, dank Ole Kittner, Geschäftsführer Sport, Strategie & Kommunikation dem 59-jährigen.
„Ich war hier zwar nur kurz Trainer – aber die Zeit hat gereicht, um den Verein in mein Herz zu schließen. Ein wirklich toller Club mit großartigen Mitarbeitern und fantastischen Fans. Umso mehr schmerzt es, dass wir den Abstieg in der kurzen gemeinsamen Zeit leider nicht mehr verhindern konnten. Wir hatten in den vergangenen Tagen offene Gespräche und sind zum gemeinsamen Entschluss gekommen, dass der Club einen Neustart benötigt. Ich bedanke mich bei allen im Verein und im Umfeld für das wirklich sehr gute Miteinander, das ist nicht selbstverständlich. Und natürlich drücke ich beide Daumen, dass die Mannschaft bald wieder in der zweiten Liga spielt. Das hätten alle, die es mit Preußen halten, verdient“, kommentiert Schwartz die Entscheidung.
Der Fußballlehrer wurde Ende März bei noch sieben ausstehenden Ligaspielen als Preußentrainer vorgestellt und schaffte es in kurzer Zeit, die Mannschaft zu stabilisieren. Nach zuvor vier Niederlagen aus fünf Spielen folgten unter seiner Leitung insgesamt vier Unentschieden und zwei Niederlagen. Ein Sieg konnte bisher aber nicht eingefahren werden.



