Für die U19 des SC Preußen Münster ist die Reise im DFB-Pokal Junioren beendet. Die Adlerträger mussten sich nach einem dramatischen Spiel gegen den 1. FC Magdeburg knapp mit 3:4 geschlagen geben. „Wir sind natürlich enttäuscht, dass unsere Pokalreise schon vorbei ist. Im letzten halben Jahr haben wir viel dafür investiert, um hier zu stehen. Natürlich wollten wir eine Runde weiterkommen“, gibt Trainer Jan Hötting ernüchtert zu. 

Preußen können Fehlstart schnell korrigieren 

Im gut besuchten Sportpark Berg Fidel erwischten die Jungadler einen schwierigen Start in die Partie: Bereits nach elf Minuten nutzte Osayuki Ogieriakhi einen Fehler im Aufbauspiel der Gastgeber und traf zum 0:1. „Es war von Beginn an ein intensives Spiel. Man hat uns angemerkt, dass wir die ersten zehn Minuten brauchten, um reinzukommen, und dann kassieren wir durch einen eigenen Fehler das erste Tor“, beschreibt der U19-Coach die Anfangsminuten. Im Anschluss an diesen frühen Rückstand steckte sein Team jedoch nicht auf und antwortete noch innerhalb der ersten Halbzeit mit Treffern von Emil Brandenburg (24.) und Malte Varelmann (39.). „Nach dem Rückstand machen wir bis zur Pause ein sehr gutes Spiel, in dem wir viel von dem umsetzen konnten, was wir uns vorgenommen haben. Dadurch gehen wir auch verdient mit einer Führung in die Halbzeit“, betont Hötting die Comeback-Qualitäten seiner Mannschaft.  

Magdeburg mit dem späten Lucky Punch 

Doch auch die zweite Halbzeit begann nicht im Sinne der Schwarz-Weiß-Grünen: Innerhalb von zwei Minuten drehte Magdeburg das Spiel durch Ogieriakhi (50.) und Elishama Manyaka (51.) wieder und brachten die Preußen erneut in Zugzwang. „Daraufhin wurde es zu einem sehr wilden Spiel, in dem es in beide Richtungen hätte kippen können“, so Hötting. Trotz des erneuten Rückschlags gaben sich die Adlerträger nicht kampflos geschlagen und so konnte Varelmann per Elfmeter (75.) erneut den Ausgleich herstellen. Beim Stand von 3:3 boten sich den Preußen dann zwei große Torchancen, um erneut in Führung zu gehen – diese konnten jedoch nicht genutzt werden. Und so waren es die Gäste aus Sachsen-Anhalt, die das Spiel kurz vor Schluss endgültig auf ihre Seite zogen: Im Anschluss an einen Konter traf der kurz zuvor eingewechselte Milano Herrmann (86.) zum Endstand von 3:4 und besiegelte das unglückliche Ausscheiden der Jungadler.  

Trotz des enttäuschenden Ergebnisses hatte Hötting auch viel Lob für sein Team übrig: „Das Spiel zeigt trotz der Niederlage, dass wir auf diesem hohen Niveau mithalten können. Dadurch, dass wir durch die Ferien erst seit Dienstag wieder trainiert haben, waren wir fitnesstechnisch noch nicht an unserem Maximum – trotzdem haben die Jungs alles reingeworfen. Jetzt fokussieren wir uns auf die Regeneration und dann auf den Start in die Liga am kommenden Wochenende.“ 

Text: Linus Otte 

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