Torhüter Morten Behrens hat bereits zahlreiche Trainingslager erlebt – drei davon mit dem SC Preußen in Ankum. Im Kurzinterview spricht der 29-Jährige über Erlebnisse aus früheren Jahren, die Bedeutung der gemeinsamen Zeit als Mannschaft und darüber, was für ihn bei einem gelungenen Trainingslager nicht fehlen darf.
Morten, als einer der erfahrensten Spieler im Kader hast du schon einige Trainingslager erlebt. Welche Erfahrungen sind dir dabei in Erinnerung geblieben?
Das stimmt, ich war schon in einigen Trainingslagern und habe auch schon so manchen Ort gesehen. Grundsätzlich geht es aber überall darum, wieder in den Rhythmus zu finden, das neue Team kennenzulernen und den Grundstein für die Saison zu legen. Wie häufig trainiert wird, hängt natürlich immer vom Trainer ab. Ich habe es auch schon erlebt, dass wir morgens um 7 Uhr zum Laufen geschickt wurden. Das ist hier zum Glück anders (lacht).
Gibt es ein Highlight, auf das du besonders gerne zurückschaust?
Mit dem HSV war ich einmal in Österreich, dort haben wir auch Paintball gespielt. Das war echt cool. Aber auch das Kartfahren mit der Zweiten vom HSV hat echt Spaß gemacht.
Was ist für eine Mannschaft in dieser Phase wertvoller: die intensive Arbeit auf dem Platz oder die gemeinsame Zeit abseits der Einheiten?
Eigentlich die gemeinsame Zeit mit dem Team. An den fußballerischen Inhalten kann man immer arbeiten, auch wenn wir hier natürlich die Möglichkeit haben öfter zu trainieren oder tiefer in die Analyse zu gehen. Aktuell geht es aber vor allem darum, dass wir uns gegenseitig besser kennenlernen. Dabei helfen insbesondere die gemischten Zimmer.
Du sprichst es an: Die Zimmeraufteilung ist anders als üblich. Zudem werden die Gruppen bei den Mahlzeiten, den Übungen und gemeinsamen Aktivitäten immer wieder neu gemischt. Wie hilfreich ist das für euren Teamspirit?
Ich finde die Methode super. Allein beim Essen macht es viel aus, wenn man immer wieder andere Gesprächspartner hat. Auch andere Zimmerkollegen zu haben, ist sicherlich für alle spannend. Bislang habe ich damit nur gute Erfahrungen gemacht.
Daran anknüpfend: Wie läuft es mit deinem Zimmerpartner Leon Tasov?
Gut. Wir haben einen sehr ähnlichen Rhythmus, stehen zur gleichen Zeit auf, gehen zusammen zum Frühstück und fallen abends ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett. Was vielleicht auch daran liegt, dass wir nach den anstrengenden Tagen ganz schön erschöpft sind. Auch zwischendurch kommen wir gut miteinander aus, unterhalten uns immer wieder und haben unsere Abläufe ziemlich gut aufeinander abgestimmt.
Kurz zur Mannschaft: Im Vergleich zur vergangenen Saison ist der Kader jünger aufgestellt. Wie verändert das die Dynamik und das Miteinander innerhalb der Mannschaft?
In einer Fußballmannschaft kommt es eigentlich nicht auf das Alter an – wir sind doch alle Kinder (lacht). Alle haben Bock auf Fußball. Für mich persönlich nehme ich schon wahr, dass ich mittlerweile zu den Älteren gehöre und dadurch auch mehr Verantwortung übernehme. Im gemeinsamen Umgang hat sich aber eigentlich nichts geändert.
Was gehört für dich unbedingt zu einem gelungenen Trainingslager dazu?
Ein guter Platz, weil wir dort viel Zeit verbringen und trainieren. Dazu ein gutes Zimmer mit einem bequemen Bett, denn ausreichend Schlaf ist bei den anstrengenden Tagen eigentlich das Wichtigste. Außerdem gutes Essen. Das alles haben wir auch hier in Ankum. Beim Essen hat sich der Gastgeber im Vergleich zum vergangenen Jahr sogar noch einmal gesteigert. Das ist wirklich extrem gut.
Damit zu deinem bisherigen Resümee: Wie gefällt es dir in deinem dritten Jahr in Ankum?
Ich bin immer gerne hier und habe mich gefreut, als ich gehört habe, dass es wieder nach Ankum geht. Man hat seine Ruhe und trotzdem ist alles da, was man braucht. Außerdem ist die Anreise schön kurz. Warum sollten wir irgendwohin fliegen, wenn wir auch was Gutes direkt vor der Tür haben?
Gibt es etwas, das in deinem Gepäck bei keinem Trainingslager fehlen darf?
Mein eigenes Kissen, denn die sind von Hotel zu Hotel unterschiedlich. Das brauche ich auf jeden Fall mein eigenes. Außerdem darf Wizard nie fehlen, das wird bei uns immer gerne gespielt.



