Auf den Trainingsauftakt und der ersten Trainingswoche folgte beim SC Preußen am Samstagnachmittag der erste Leistungsvergleich im Wettkampfmodus. Mit zahlreichen Neuzugängen und jungen Talenten gespickte Adlerträger ließen beim Oberligisten Eintracht Rheine erstmals die Spielidee des neuen Trainers Thomas Wörle aufblitzen. Gerade im ersten Durchgang überzeugten die Gäste mit Kontrolle und Spielwitz, verpassten es aber ihre schön herausgespielten Chancen zu verwerten. Am Ende stand dennoch ein hochverdienter 1:0-Sieg bei engagierten Rheinensern.
„Wir haben gegen einen fleißigen und ambitionierten Oberligisten gewonnen und im Wettkampfmodus einen ersten Schritt gemacht. Hier und da waren einige Abläufe aus dem Training schon zu erkennen, aber natürlich haben wir noch einige Meter zu gehen. Mit dem Spiel können wir in der anschließenden Analyse gut arbeiten, insofern war das ein gelungener Auftakt“, blickt Wörle auf sein Debüt als Preußencoach zurück.
Wie in frühen Vorbereitungsphasen üblich, traten die Adlerträger mit zwei unterschiedlichen Teams an, die jeweils eine Halbzeit bestritten. Einzig Schlussmann und Neuzugang Matthis Harsman spielte über die vollen 90 Minuten. Mit von der Partie waren neben vielen Neuzugängen auch drei Spieler aus dem eigenen Unterbau: Michel Scharlau, Till Höfling und Mick Runte durften beim ersten Test mitwirken.
Von Beginn an übernahmen die Adlerträger die ihnen zugeteilte Favoritenrolle und legten im 3-4-3-System einen strukturierten und überlegten Auftritt an den Tag, scheuten dabei aber keineswegs den schnellen Weg in die Tiefe. Den ersten Abschluss verzeichnete Joshua Mees nach gerade einmal 20 Sekunden, in der Folge kam der SCP durch weitere ansehnliche Kombinationen immer wieder zu guten Gelegenheiten. Der Knoten platzte schließlich in der 19. Minute, als Nachwuchsspieler Runte mit einem herrlichen Schlenzer ins lange Eck sein Profidebüt veredelte. Anschließend tat sich die Wörle-Elf schwer, das hohe Angriffspensum aufrechtzuhalten, sodass es mit einem knappen Vorsprung in die Kabinen ging.
Der zweite Durchgang, in dem Antonio Tikvic sein langersehntes Comeback nach fast einjähriger Verletzungspause feierte, verlief durchaus verhaltener. In teilweise ungewohnten Positionen wirkten die meisten Abläufe zwar vielversprechend, aber nicht ganz so eingespielt wie noch vor der Pause. Timing, Präzision und Passschärfe waren noch nicht vollständig ausgereift. Darüber hinaus machten die Rheinenser jetzt einen giftigeren Eindruck, verteidigten mit Leib und Seele, kamen gegen die gut sortierte Preußen-Defensive über weite Strecken jedoch nicht zu eigenen Abschlüssen. Bis zur 80. Minute, als der FCE doppelt den Ausgleich liegen ließ. Stattdessen brachte der SCP den ersten Saisonsieg ohne Gegentor erfolgreich über die Ziellinie.
Spieldaten
Aufstellung 1. Halbzeit: Harsman – Paetow, Dietrich, Scharlau – Tasov, Korte, Johansson, Makridis – Runte, M. Schulz, Mees
Aufstellung 2. Halbzeit: Harsman – Höfling, Preißinger, Tikvic – Kolbe, Sertdemir, Adeh, Varelmann – Ndikom, Vilhelmsson, Demirhan
Tore: 0:1 Runte (19.)
Schiedsrichter: Philippe Najda
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