Der Abstieg aus der 2. Bundesliga hatte Marvin Schulz sichtlich mitgenommen, nach dem 1:1 gegen Darmstadt 98 und dem damit feststehenden Gang in die 3. Liga rang er am Sky-Mikrofon mit seinen Emotionen. Mit der Überzeugung „die Geschichte ist hier noch nicht zu Ende geschrieben“, verlängert „Schulle“ nun seinen Vertrag beim Adlerclub.

„Ich habe im Verein, von den Mitarbeitern und von den Fans immer viel Liebe bekommen und fühle mich mit meiner Frau sehr wohl in Münster“, sagt der frisch gebackene Familienvater. „Es ist nie schön abzusteigen, das war ein schwerer Moment. Ich spüre aber das Verlangen, hier weiter anzugreifen. Ich will wieder Spaß am Fußball entwickeln, was im Abstiegskampf sehr schwer war, weil wir ums sportliche Überleben gekämpft haben. Mit den Fans nach dem Spiel zu feiern habe ich in der Rückrunde sehr vermisst.“

„Marvin ist erst seit einem Jahr in Münster, identifizierte sich aber von Beginn an voll mit unserer Stadt und vor allem unserem Verein. Er ist ein Teamplayer, der sich mit seinen fußballerischen und charakterlichen Qualitäten sowie seiner Erfahrung in den Dienst der Mannschaft stellt. Dass er sich nach dem Abstieg klar zu unserem Weg bekannt hat und die anstehenden Aufgaben gemeinsam mit uns angehen möchte, freut uns sehr“, sagt Sportdirektor Jan Uphues.

Mit dynamischen Auftritten sowie einem Tor und zwei Vorlagen zählte Schulz zu Saisonbeginn zu den Leistungsträgern des SCP, ehe ihn im Oktober eine Außenbandverletzung lange ausbremste. Nun will der Mittelfeldspieler die Herausforderungen in der 3. Liga annehmen. Mit dem neuen Preußencoach Thomas Wörle stand Schulz bereits in Kontakt. „Wir hatten ein sehr langes Gespräch, er macht einen sympathischen Eindruck und seine Spielidee gefällt mir sehr“, berichtet Schulz.

Ausgebildet wurde Schulz in der Nachwuchsabteilung von Borussia Mönchengladbach. Bei den Fohlen kam der Mittelfeldspieler überwiegend in der U23 zum Einsatz, bestritt allerdings auch elf Pflichtspiele für die Profis, zwei davon in der Champions League. Im Jahr 2017 wechselte „Schulle“ zum FC Luzern und erzielte dort in 164 Partien 21 Tore. Nach fünf Jahren in der Schweiz zog es den 31-Jährigen zu Holstein Kiel. Bei den Störchen trug er maßgeblich zum historischen Bundesligaaufstieg bei, nach zwölf Einsätzen im Fußballoberhaus folgte 2025 schließlich der Wechsel zum SC Preußen.

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