Duelle mit Endspielcharakter gab es in den vergangenen Wochen beim SC Preußen Münster im Kampf um den Klassenerhalt mehrfach. Eine Situation, die sich am Sonntag (13:30 Uhr) wiederholt und zuspitzt. Denn bei einem Blick auf die Tabelle ist die Ausgangslage so einfach wie schwierig zugleich: Das Heimspiel gegen Darmstadt 98 muss gewonnen werden, um die Chance auf den Klassenerhalt am Leben zu halten. Gelingt das, kommt es auf die Ergebnisse der Konkurrenz an, ob wir am letzten Spieltag in Elversberg ein weiteres Endspiel bestreiten. Eintracht Braunschweig (gegen Dresden) legt am Samstag vor, Fortuna Düsseldorf (gegen Elversberg) und Greuther Fürth (in Berlin) spielen am Sonntag parallel.  

Was es in diesem Endspiel braucht, haben die Adlerträger zuletzt in Hannover (3:3) eindrucksvoll gezeigt. Über 90 Minuten hat der SCP dem Aufstiegskandidaten einen leidenschaftlichen Fight geliefert und sich hintenraus durch das Traumtor von Jorrit Hendrix zumindest noch einen Punkt gesichert. Angesichts der Leistung wäre mehr möglich gewesen, mit dem Spielverlauf war es zumindest noch ein Punkt, der den Rückstand auf die Konkurrenz auf fünf Punkte begrenzt hat. „Die Mannschaft hat an sich geglaubt und Mentalität gezeigt. Genau das müssen auch am Sonntag wieder auf den Platz bringen, um den Bock endlich umzustoßen”, sagt Trainer Alois Schwartz und betont im Wissen um die Situation: “Das müssen wir auch, um den Anschluss zu halten.“ 

Schwartz weiter: „Natürlich ist es nicht schön, es nicht selbst in der Hand zu haben, das ist klar.“ Umso mehr richtet der Preußencoach den Fokus auf den eigenen Auftrag: „Wir müssen die Situation nehmen, wie sie ist, und unsere Hausaufgaben erledigen. Wenn andere patzen und wir das nicht nutzen, wäre es noch ärgerlicher.“ Dabei hat es die „Hausaufgabe“, die auf die Schwarz-Weiß-Grünen wartet, in sich. Mit dem SV Darmstadt 98 ist ein Top-Fünf-Team der 2. Bundesliga zu Gast im LVM-Preußenstadion, das über weite Strecken der Saison auch im Aufstiegsrennen mitmischte. Die mit offensiven Hochkarätern wie Isac Lidberg (16 Tore), Marco Richter und Fraser Hornby (9 bzw. 8 Vorlagen) besetzte Mannschaft stand am 25. Spieltag noch auf dem 2. Tabellenplatz und damit in aussichtsreicher Position für die Rückkehr ins Fußballoberhaus. Es folgte eine Sieglosserie von sieben Spielen, in denen Darmstadt u.a. den Abstiegskandidaten aus Bielefeld (1:2) und Fürth (2:3) unterlag. Die 1:2-Niederlage beim Karlsruher SC besiegelte in der Vorwoche auch die letzten Aufstiegshoffnungen, sodass es für die Lilien am Sonntag tabellarisch um nichts mehr geht.  

„Jetzt ist die Frage: Ist bei ihnen die Luft raus? Oder ist der Druck weg und sie können ganz befreit aufspielen? Das macht sie schwerer auszurechnen“, blickt Schwartz auf die Ausgangslage des kommenden Gegners. Für den 59-jährigen Fußballlehrer zählt letztlich nur eines: „Wir müssen eine gute Leistung zeigen und das Spielglück auf unsere Seite ziehen. Wir müssen gewinnen.“ Damit auf das Endspiel gegen Darmstadt ein weiteres in Elversberg folgen kann.  

Neben den drei Kreuzbandpatienten fallen auch Etienne Amenyido, Marcel Benger (Achillessehne), Mikkel Kirkeskov und Marvin Benjamins (beide Bänderriss) für das Spiel gegen Darmstadt verletzungsbedingt aus. Darüber hinaus muss Schwartz auf Rechtsverteidiger Jano ter Horst verzichten, der in Hannover seine zehnte Gelbe Karte kassierte. Dafür steht Rico Preißinger nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung. Bei Joshua Mees (muskuläre Probleme) bleibt der Fitnesszustand noch abzuwarten.  

Alles Weitere zum letzten Heimspiel der regulären Saison erfahrt ihr bei nullsechs.TV.  

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